500 Jahre Kissinger Kur

Bad Kissingen hat für die Trinkkur die größte Wandelhalle Europas. Hier spielt auch ein eigenes 13-köpfiges Orchester – die „Staatsbad Philharmonie Kissingen“ – auf einer drehbaren Konzertbühne von Dienstag bis Sonntag zweimal täglich. | Foto: B. Schneider

Würzburger Domdekan war der erste namentlich bekannte Gast

Der Würzburger Domdekan Dietrich von Thüngen (1476–1540) war der erste namentlich bekannte Kissinger Kurgast. Genau 500 Jahre ist es hier, seit er sein Heil im Bade suchte. Im 19. Jahrhundert stieg die gastliche Stadt in der Vorrhön mit ihren gesundheitsfördernden Wässern zum Weltbad auf, wo gekrönte Häupter und andere Staatenlenker sich trafen. Aus jenen Tagen rühren viele Superlative. Daran schloss im zurückliegenden Jahr der von der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH vermeldete Rekord an Gästeanreisen an; seit 1745 werden diese Zahlen aufgezeichnet. Derweil hoffen die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen, alle Anstrengungen würden von der UNESCO jetzt belohnt mit dem Titel „Weltkulturerbe der Menschheit“. 

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Osterbrunnen in diesem Jahr bestenfalls als „Light-Versionen”

Osterbrunnen in Hollfeld. | Foto: B. Schneider

Frohe Ostern! Der fränkische Brauch, Brunnen mit buntbemalten Eiern, dem Fruchtbarkeitssymbol, zu schmücken, unterstreicht die Bedeutung des Wassers als Lebensquell: Menschen, Tiere und Pflanzen sind darauf angewiesen. Für besonders kunstvoll gestaltete und üppig verzierte Osterbrunnen ist die Fränkische Schweiz bekannt. Oft helfen die Bewohner des ganzen Ortes zusammen; Einzelpersonen können dies jedenfalls nicht leisten. Deshalb bleiben heuer wegen des Corona-bedingten Kontaktverbots weithin die leicht zerbrechlichen Dekorationen eingepackt. Diese Bilder aus Hollfeld im Landkreis Bayreuth sind schon sieben Jahre alt. 

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Renovierung des Steinbacher Schlosses dauerte bis in die 1980er-Jahre

Das Schloss der Familie von Hutten in Steinbach bei Lohr a. Main. | Foto: B. Schneider

Das Steinbacher Hutten-Schloss ist vor 75 Jahren in der Nacht vom 3. auf den 4. April 1945 nach amerikanischem Beschuss ausgebrannt. Dass Tiefflieger das Dorf Steinbach bei Lohr ansteuerten, lag daran, dass deutsche Soldaten vom Dach des Gasthauses Adler auf die gegenüberliegende Mainseite feuerten, wo Panzer der US-Armee führen. 

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Vereint durch dieser Brücke Band …

Alte Mainbrücke in Lohr. | Foto: B. Schneider

Zwei der sechs Bögen und einen Pfeiler der – heute alten – Lohrer Mainbrücke sprengten Mitglieder des deutschen Volkssturms in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Die über den Spessart vordringenden alliierten Truppen sollten aufgehalten werden. Als erste hatte eine amerikanische „Task Force” unter Führung von Major Abraham Baum am 27. März 1945 Lohr erreicht. Die Kampfgruppe, ein Vorkommando ohne offizielle Deckung, wollte gar nicht über den Main. Sie setzte ihren Weg über Gemünden nach Hammelburg fort, um im dortigen Lager die Kriegsgefangenen zu befreien. Einer von ihnen soll der Schwiegersohn des bekannten und äußerst erfolgreichen Generals George S. Patton gewesen sein, in dessen Auftrag Ab Baum gehandelt haben soll. Patton war nach dem Krieg für ein knappes halbes Jahr Militärgouverneur von Bayern.

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Vermächtnis der gräflichen Familie von Luxburg in Schloss Aschach: Das Schönste von Okzident und Orient

Am 28. März wollte der Bezirk Unterfranken Schloss Aschach mit seinem neu konzipierten Graf-Luxburg-Museum nach rund zweieinhalb Jahren wieder öffnen. Jetzt müssen wir uns gedulden, bis die Corona-Pandemie offiziell für überwunden erklärt wird. Dann lassen einige Tausend Exponate einen Besuch zum Fest für die Sinne werden. Sie bilden einen Querschnitt dessen, was Orient und Okzident an herrlichen Kostbarkeiten hervorgebracht haben. 

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Bad Bocklets Stahlwasser stärkt das Immunsystem

Balthasar-Neumann-Quelle in Bad Bocklet. | Foto: B. Schneider

Seit rund 275 Jahren schätzen Gesundheitsbewusste das kräftigende Wasser der Balthasar-Neumann-Quelle in Bad Bocklet. Aufgrund seines hohen Eisengehalts wird es Stahlwasser genannt. Die Mineralien dieses „Kohlensäuerlings“ wirken stärkend auf das Immunsystem und aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers. Als Trinkkur zeigen sich positive Effekte bei Eisenmangel und Mineralstoffmangel, als wohltuendes Bad regt es den Stoffwechsel an. Die zum Teil barocken Kuranlagen des ländlichen Heilbads vor den Toren des größeren Bad Kissingen, des wohl bekanntesten Kurorts Deutschlands, erstrecken sich entlang des Kurgartens in der Flussaue der Fränkischen Saale. 

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