Schuhgeschichte(n) im Knauf-Museum in Iphofen

Besonders Frauen sind beim Thema Schuhe hin und weg. Folglich können Männer reichlich profitieren, wenn sie sich mit der Fußbegleitung intensiv befassen; zumindest lernen sie dabei viel über beiderlei Geschlecht. Schuhgeschichte und Schuhgeschichten präsentiert das Knauf-Museum im unterfränkischen Iphofen (Landkreis Kitzingen) bis einschließlich 8. November 2020. 

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300 Jahre Residenz Ellingen

Residenz Ellingen. | Foto: B. Schneider

In Ellingen im heutigen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen residierte von 1216 bis 1789 der Landkomtur der Ballei Franken des Deutschen Ordens. Franken war die größte und reichste der 13 Provinzen des anlässlich des dritten Kreuzzugs um 1190 gegründeten Ritterordens. Prunk und Pracht wurden vollends augenscheinlich, als ab 1708 mittelalterliche Gebäude und ein repräsentativer Renaissancebau der heutigen Schlossanlage weichen mussten und die spätgotische Schlosskirche barockisiert wurde.

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Schloss Burgpreppach trägt die Handschrift der beiden großen Baumeister des fränkischen Barock

Schloss Burgpreppach wurde nach Plänen der Barockbaumeister Joseph Greising und Balthasar Neumann errichtet. | Foto: B. Schneider

Das Ortsbild von Burgpreppach wird dominiert von einem herrlichen dreiflügeligen Barockschloss . Der Würzburger Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau zu Vollraths ließ es ab 1717 für sein Mündel Johann Philipp Fuchs zu Bimbach anstelle einer um 1525 am Heimbach entstandenen Wasserburg errichten. Dafür engagierte er keinen Geringeren als den Hofbaumeister Joseph Greising. Sowohl dieser als auch sein Auftraggeber verstarben vor der Fertigstellung des Bauwerks. Wohl griff auch der noch bekanntere Nachfolger Greisings ein: Balthasar Neumann. Dieser lieferte die Pläne fürs Treppenhaus. Das Schloss ist innen allerdings nur nach Anmeldung bei der jetzigen Schlossherrin Monica von Deuster Fuchs zu Bimbach (09534 255 | www.schloss-burgpreppach.de) zu besichtigen. Räumlichkeiten können für Feiern und andere Veranstaltungen gemietet werden. 2005 diente die historische Küche als Drehort für den Spielfilm „Räuber Hotzenplotz”. 

| Foto: B. Schneider

Bioerlebnis: Benediktinerabtei Plankstetten

Das im 12. Jahrhundert gegründete Kloster Plankstetten bei Beilngries im Altmühltal ist in heutiger Zeit vor allem bekannt für seine strikt ökologische Bewirtschaftung – seit gut 25 Jahren. Das wird unter anderem deutlich am Warensortiment im Klosterladen; es kommt überwiegend aus dem eigenen Anbau und aus ebenfalls eigener Verarbeitung. 

Am kommenden Wochenende starten in Plankstetten die Bioerlebnistage 2020. Bis 4.10. stehen besondere Informationsveranstaltungen über die Erzeugung und Verwertungesunder Lebensmittel auf dem Programm. Zum Beispiel finden statt: Grillkurs am 29.8., Apfeltag am 3.8., Kochkurs „Streuobstküche” am 5.9., Kräuterwanderung am 12.9. und Biobrunch am 20.9.; gleich zweimal – am 19.9. und 26.9. – laden die Benediktinerpatres zum Familientag in ihr Grünes Kloster ein. Und auf die Bioerlebnistage folgt am 10.10. noch ein Kartoffeltag. 

Mehr unter www.bioerlebnistage.de 

| Foto: B. Schneider

Mopper und Schnüdel aufs Podest gehoben

Mopper und Schnüdel – das sind die Kosenamen für die Bewohner von Lohr a. Main. Mopper sind die in Lohr Geborenen, die Schnüdel diejenigen, die auswärts das Licht der Welt erblickten – beispielsweise in Kliniken in Würzburg, Aschaffenburg und Wertheim – und die später Zugereisten. Diesen allen hat der international renommierte Lohrer Künstler Roland Schaller, seines Zeichens ein Mopper, jetzt ein Denkmal gesetzt in Form einer filigranen Bronzeskulptur. 

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Spiel und Sport plus Kunst und Kirche

Erholung und Ferienspaß im und am größten Stausee Unterfrankens

Sommer während der Coronakrise: Wegen des Abstandsgebots ist die Besucherzahl in den Freibädern eingeschränkt, und vielerorts wird nur Einlass mit online gebuchten Eintrittskarten gewährt. Hingegen freier Zugang zu Unterfrankens größtem künstlichem und dennoch naturbelassenem Gewässer, dem Ellertshäuser See im sogenannten Schweinfurter OberLand. Die (kreis-)grenzüberschreitende Vermarktungsallianz wartet mit einer Fülle von Freizeitangeboten auf – Spiel und Sport ebenso wie Kunst und Kirche. Ganz neu ist beispielsweise ein Besinnungspfad rund um die katholische Kirche von Altenmünster, wo der selige Liborius Wagner fünf Jahre lang als Pfarrer wirkte.

Um die Kirche Mariä Himmelfahrt in Altenmünster führt der neue Liborius-Wagner-Besinnungspfad. Pfarrer Dr. Eugen Daigeler gibt den Besuchern Impulse anhand des Beispiels des Seligen.
Um die Kirche Mariä Himmelfahrt in Altenmünster führt der neue Liborius-Wagner-Besinnungspfad. Pfarrer Dr. Eugen Daigeler gibt den Besuchern Impulse anhand des Beispiels des Seligen.
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In Coburg: das dritte bayerische Landestheater – seit 100 Jahren

Landestheater Coburg. | Foto: B. Schneider

Nicht wie allgemein vermutet vor 100, sondern schon vor 101 Jahren wurde das 1840 am Coburger Schloßplatz eröffnete Hoftheater zum Landestheater: 1919 wurde es aus dem Privatvermögen des Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha auf den Freistaat Coburg übertragen. In der Folge verpflichtete sich die Stadt Coburg, den Spielbetrieb unter der Bezeichnung Coburgisches Landestheater fortzuführen. Als sich im darauffolgenden Jahr zum 1. Juli 1920 der Freistaat Coburg dem Freistaat Bayern anschloss, akzeptierte letzterer eine 40-prozentige Mitfinanzierung und gab eine bis heute gültige Bestandsgarantie. Das seither als Landestheater Coburg bezeichnete Haus gilt als drittes bayerisches Staatstheater. Unter seinem Dach sind drei Sparten (Oper/Operette, Schauspiel und Ballett) vereint. 488 Plätze stehen in normalen Zeiten zur Verfügung. Nach dem Vorbild des Londoner Globe Theatre soll für die Dauer einer anstehenden Generalsanierung eine permanente Ersatzspielstätte geschaffen werden.

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Dürfen die Reste der ausgegrabenen Burg Bartenstein sichtbar bleiben?

Diesen Kupferstich von der Burg Bartenstein fertigte Johann Eckard Löffler 1623. Rund zehn Jahre später wurde das Bauwerk aufgelassen. | Repro: B. Schneider

Die Not und Dreistigkeit im Spessart muss riesengroß gewesen sein: Um das Jahr 1450 untertunnelten gottlose Gauner den mit Hunden gesicherten Zwinger der Burg Bartenstein, also das gut einsehbare Feld zwischen innerem und äußerem Mauerring. Sie gruben einen rund acht Meter langen Stollen, um in die Burgkapelle einzubrechen. Welche Schätze hätten sie erbeuten können? Vielleicht die Monstranz, die heute zur Ausstattung der katholischen Pfarrkirche von Parteinstein gehört.

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