Vereint durch dieser Brücke Band …

Alte Mainbrücke in Lohr. | Foto: B. Schneider

Zwei der sechs Bögen und einen Pfeiler der – heute alten – Lohrer Mainbrücke sprengten Mitglieder des deutschen Volkssturms in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Die über den Spessart vordringenden alliierten Truppen sollten aufgehalten werden. Als erste hatte eine amerikanische „Task Force” unter Führung von Major Abraham Baum am 27. März 1945 Lohr erreicht. Die Kampfgruppe, ein Vorkommando ohne offizielle Deckung, wollte gar nicht über den Main. Sie setzte ihren Weg über Gemünden nach Hammelburg fort, um im dortigen Lager die Kriegsgefangenen zu befreien. Einer von ihnen soll der Schwiegersohn des bekannten und äußerst erfolgreichen Generals George S. Patton gewesen sein, in dessen Auftrag Ab Baum gehandelt haben soll. Patton war nach dem Krieg für ein knappes halbes Jahr Militärgouverneur von Bayern.

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Vermächtnis der gräflichen Familie von Luxburg in Schloss Aschach: Das Schönste von Okzident und Orient

Am 28. März wollte der Bezirk Unterfranken Schloss Aschach mit seinem neu konzipierten Graf-Luxburg-Museum nach rund zweieinhalb Jahren wieder öffnen. Jetzt müssen wir uns gedulden, bis die Corona-Pandemie offiziell für überwunden erklärt wird. Dann lassen einige Tausend Exponate einen Besuch zum Fest für die Sinne werden. Sie bilden einen Querschnitt dessen, was Orient und Okzident an herrlichen Kostbarkeiten hervorgebracht haben. 

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Franz Ludwig von Erthal – einer der bedeutendsten Regenten Frankens

Ein sogenanntes Amtsstubenbild des Fürstbischofs Franz Ludwig von Erthal mit doppelter Mitra für die beiden Bistümer Würzburg und Bamberg. Franz Ludwig hat die markante Erthal-Nase. | Reprofoto: B. Schneider

Vor 225 Jahren, am 14. Februar 1795, starb Franz Ludwig von Erthal. Er war ab 1779 in Personalunion Fürstbischof von Würzburg und Bamberg. Er gilt als einer der bedeutendsten Regenten Frankens.

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Einblick beim Pillendreher

Alle dürfen fast alles anfassen, riechen, schmecken

An Tagen wie diesen, wenn das Wetter sich nicht zwischen kalt und warm, klar und trüb entscheiden kann, wenn nach ausgiebiger Narretei eine gewisse Katerstimmung herrscht, ist der Gang zur Apotheke zuweilen unumgänglich. Stopp am Tresen. Den Augen der Kundschaft bleibt verborgen, welche womöglich wundersamen Mittel die Heilkundigen mischen. Offen sind hingegen die üblichen Schranken im Kleinen Apothekenmuseum in Mainberg, einem Ortsteil der Gemeinde Schonungen. Dort in Schonungen am Dorfbach, der Steinach, kann zusätzlich ein Apothekergarten mit rund 140 Arzneipflanzen und jeweiliger detailgenauer Erklärung kostenlos besucht werden: „Entmystifizierung“ durch Schauen, Anfassen, Riechen und Schmecken.

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Mistel – Schmarotzer und Allheilmittel

Misteln in großer Zahl - sie zu sammeln, ist in Deutschland verboten. | Foto: B. Schneider

Jetzt, wenn die Bäume kahl sind, wird sichtbar, wie weit verbreitet Misteln sind. Die Weißbeerige Mistel (Viscum album) ist eine Pflanzenart in der Familie der Sandelholzgewächse. Sie macht sich wie ein Kuckuckskind in einem fremden Nest breit. Sie wächst vielverzweigt in Kugelform, saugt Wasser und Nährstoffe aus ihrem Wirtsbaum. Sie ist ein Schmarotzer, hat aber etwas Geheimnisvolles.

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EU-Mittelpunkt bleibt in Unterfranken

Einstiger EU-Mittelpunkt in Oberwestern. | Foto: B. Schneider

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) heute Nacht (31.1./1.2.2020) hat der Ort Oberwestern in der Gemeinde Westerngrund (Lkr. Aschaffenburg) seinen Status als Mittelpunkt der Staatengemeinschaft verloren. Die geografische Mitte liegt jetzt rund 100 Kilometer weiter östlich in Gadheim bei Veitshöchheim (Lkr. Würzburg) – weiterhin in Franken, in Unterfranken.

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„Spurensucherpfade” an der vergessenen Strecke 46

Anders als die kalifornische Route 66 war die fränkische Strecke 46 lange vergessen. | Foto: Dieter Stockmann

2020 wird eine Route zwischen Main und Rhön ganz anders erschlossen, als dies ursprünglich geplant war. Sie sollte für Automobilisten im Zuge der aufkommenden Mobilisierung eine Nord-Süd-Verbindung in der Mitte Deutschlands schaffen. Nun erhalten stattdessen Wanderer und Mountainbiker im Tal der Fränkischen Saale und an dessen Hängen Gelegenheit, auf miteinander verbundenen Spurensucherpfaden ein außergewöhnliches Denkmal zu erkunden. Geländegängiges Schuhwerk beziehungsweise grobstollige Fahrradreifen sind vonnöten, denn die Bauwerke der lange vergessenen Autobahn liegen teilweise tief im Wald. Die Natur hat sich die vor über 80 Jahren gerodete Trasse wieder einverleibt. 

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