In Maria Bildhausen: Klostermanufaktur, Klostergärtnerei, Klosterladen, Klostergasthof, Klosterhotel, Klosterakademie

„Oase des Lebens“ soll Kloster Maria Bildhausen für seine Bewohner:innen und Gäste sein. Von der Kaffeerösterei und Kerzenwerkstatt über Bildung und Kultur bis zu einem 18-Loch-Golfplatz reicht das Angebot hier zwischen Münnerstadt und Bad Königshofen – eingebettet in die sanfte Hügellandschaft der vorderen Rhön. 

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Herzlichen Glückwunsch, Weltkulturerbestätte Bad Kissingen!

Die UNESCO hat unser „fränkisches Weltbad“ Bad Kissingen am Samstag mit dem Titel „Welterbe der Menschheit“ geadelt. Um die Auszeichnung beworben hatten sich gemeinschaftlich elf bedeutende europäische Kurorte. Aus Deutschland gehören ferner Baden-Baden und Bad Ems dazu. In Bad Kissingen soll am kommenden Freitag, 30. Juli 2021, ein Festakt stattfinden. 

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Wertheimer Stiftskirche – Mittelpunkt seit über sieben Jahrhunderten

Wo die Tauber in den Main mündet, liegt die im 13. Jahrhundert gegründete Stadt Wertheim – einst Sitz einer bedeutenden fränkischen Grafschaft mit mächtiger Burg auf dem Bergsporn. 1806 wurde Wertheim badisch; die Grenze zu Bayern verläuft im Main. 

Wer durch die Altstadtgassen spaziert, taucht an vielen Stellen ein in mittelalterliches Flair. Der Weg führt unweigerlich auch zur Stiftskirche, einer dreischiffigen Pfeilerbasilika, dem geistigen und geistlichen Mittelpunkt seit über sieben Jahrhunderten. Besonders bemerkenswert ist der getrennt vom Kirchenschiff stehende, knapp 50 Meter hohe Turm. Auf ihm befinden sich ein sechs Glocken umfassendes Geläut und eine kunstvolle Turmuhr.

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Gräfin Luise empfängt Gäste im Graf-Luxburg-Museum in Schloss Aschach

Natürlich mit Maske streift Gräfin Luise von Luxburg in Pandemiezeiten durch die Räume von Schloss Aschach, dem einstigen Sommersitz ihrer Familie. In dem Anwesen, das die Luxburgs dem Bezirk Unterfranken vermachten, unterhält dieser insgesamt drei wieder regelmäßig geöffnete Museen: ein Rhöner Volkskundemuseum, ein Schulmuseum und vor allem das Graf-Luxburg-Museum, das Einblick gewährt in das vornehme Leben im Schloss zwischen 1874 und 1967. 

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Spurensuche im Steigerwald

„Ich gehe, also bin ich.“ Diese Weisheit kann man auf dem Euerberg oberhalb von Fabrikschleichach erlangen. Allerdings ist der Hauptgrund, sich ins wahrscheinlich jüngste Dorf des Steigerwalds aufzumachen, in der Regel ein anderer. Die meisten begeben sich auf die Spuren Balthasar Neumanns. Wegen des vor gut 300 Jahren begonnenen Baus der Würzburger Residenz soll der geniale Architekt sich in Fabrikschleichach auch als Unternehmer betätigt haben; vor allem die zahlreich und in höchster Qualität benötigten Fensterscheiben aus sogenanntem Mondglas habe er hier fertigen lassen. Der Mythos lockt. Gewissermaßen nebenbei gibt es viel Verblüffendes zu entdecken – unter anderem rund um die hiesigen Gotteshäuser.

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Ansinnen des Bettenburger Landschaftsparks nach mehr als 200 Jahren noch topaktuell: Stimulierende Natur- und Kulturkulisse

Von der „Alten Burg“ aus bestand früher ein freier Blick zur Bettenburg.

„Die gütige Natur ermüdet nie, ihre Freunde zu ergötzen.“ Christian Truchseß von Wetzhausen vermerkte diese Erkenntnis. Und zwar am Eingang des Landschaftsparks, den er an der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert an der Bettenburg bei Hofheim anlegte. Durch verschiedene Gedenkstätten, darunter Kapellen und Stelen, schuf er eine perfekte romantische Kulisse. Welche Überlegungen der kaiserlich freie Reichsritter seinerzeit anstellte, sollen Besucher ab sofort im Zuge des Projekts „Burgenwinkel-Express“ erfahren – sofern die entsprechenden Führungen in Anbetracht der aktuellen Pandemielage stattfinden dürfen.

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Die gängige Bezeichnung für den Galgen war Hochgericht

Der Arme-Sünder-Pfad führte in Lohr von der Stadt zur Richtstätte hinauf. | Foto: B. Schneider

Der Galgen in Lohr a. Main ist seit knapp 125 Jahren nur noch ein Fragment: Ursprünglich lag eine Querstange, an der der Strick baumelte, über zwei Sandsteinsäulen. Eine der beiden Säulen wurde im Winter 1897/98 eingelegt, weil sie sich seit Jahren neigte und sie zu sanieren 70 Mark gekostet hätte. 

Vor über 400 Jahren errichtet: eine der beiden Sandsteinsäulen des Lohrer Galgens. | Foto: B. Schneider
Vor über 400 Jahren errichtet: eine der beiden Sandsteinsäulen des Lohrer Galgens. | Foto: B. Schneider
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Ursprung des Fränkischen Theaters in Schloss Wetzhausen

Schloss Wetzhausen ist Stammsitz der Freiherren Truchseß von und zu Wetzhausen. | Foto: B. Schneider

Freie Sicht auf Schloss Wetzhausen ist selten. Dichter Baumbewuchs beziehungsweise dessen Blattwerk versperrt die meiste Zeit des Jahres den Blick. Das frühere Wasserschloss ist der Stammsitz der Freiherren und evangelischen Reichsritter Truchseß von und zu Wetzhausen. Das gleichnamige unterfränkische Dorf gehört heute zur Marktgemeinde Stadtlauringen im Landkreis Schweinfurt.

Die Grundmauern des Schlosses Wetzhausen stammen von 1231. Die vier Stockwerke darüber wurden ab 1569 neu errichtet. Das Gebäude setzt sich aus vier Flügeln von jeweils 30 Metern zusammen. Es birgt 70 Räume. So summiert sich – zumindest rechnerisch – die Wohnfläche auf rund 2000 Quadratmeter. Es herrscht großer Sanierungs- und Renovierungsbedarf. 

Von 1948 bis 1955 hatte sich hier eine Künstlergruppe um Oskar Ballhaus und  Lena Hutter eingemietet; der später in Hollywood erfolgreiche Kameramann Michael Ballhaus und seine Schwester Nele, die mit dem Kinderbuchautor Paul Maar verheiratet ist, wuchsen hier auf. Das Ehepaar Ballhaus/Hutter gründete das „Fränkische Theater“, das seine Heimat schließlich im nahen Schloss Maßbach fand. 

|  Foto: B. Schneider