Rothenbucher Gemeindemühle schon annähernd 300 Jahre alt

Die Untere Mühle in Rothenbuch gehört der Gemeinde und wird von der Ortsgruppe des Bunds Naturschutz unterhalten. | Foto: B. Schneider

Obwohl die Spessartgemeinde Rothenbuch waldreich wie kaum eine andere ist, geraten Wanderer dort nie auf den Holzweg. Es gibt beispielsweise auf dem Mühlenweg entlang der am Rothenbucher Schloss entspringenden Hafenlohr wahrhaft Interessantes zu erkunden – unter anderem die Untere Mühle, auch Gemeindemühle genannt: Nach der Zahl im Türsturz zu urteilen, müsste sie 1742 erbaut worden sein. 

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Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu aus dem Kloster Oberzell helfen benachteiligten Frauen

Kloster Oberzell bei Würzburg. | Foto: B. Schneider

Die gewählte Fotoperspektive täuscht: Kloster Oberzell ist zu Land viel leichter zu erreichen als zu Wasser. Eine hohe Mauer sowie ein gut frequentierter Fuß- und Radweg trennt die Anlage vom Main. Dahinter verläuft eine unrühmliche Bekanntheit erlangte Straßenverbindung: der sogenannte Zeller Bock, ein Nadelöhr am westlichen Würzburger Stadteingang.

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Hörnerschall im Waldsassengau

Blechblasinstrumente symbolisieren auf einem Rundweg westlich von Würzburg bedeutende geschichtliche Ereignisse.

Blechbläser müssen gerade pausieren – wegen der Aerosole. Die kleinen Schwebeteilchen würden durch einen kräftigen Luftstoß herumgewirbelt; Viren könnten sich im Wortsinne in Windeseile verbreiten. Dennoch sei in der Zeit der Pandemie, in der Aufenthalt in der Natur nur förderlich sein kann, eine Rundwanderung im sogenannten Waldsassengau westlich von Würzburg empfohlen, die unter dem Motto „Signalhorn – Posthorn – Jagdhorn“ steht. Nirgendwo spielt wirklich jemand die Instrumente. Aber ihr durchdringender Schall klingt einem unterbewusst ständig in den Ohren; auf Infotafeln werden die mit ihnen in Zusammenhang stehenden historischen Ereignisse in der Region erläutert. Die Route führt meist über asphaltierte Wege, ist rund 13 Kilometer lang und kann auf 20 ausgeweitet werden.

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Eine unendliche Geschichte … über den Weihnachtsbaum und eine (noch) nicht stattgefundene Ausstellung

In Franken ist das nötige Baumaterial reichlich vorhanden – für einen Christbaum aus Weinflaschen. Leer oder gefüllt. Aus Gewichtsgründen in der ersteren Version hat Spessartmuseumstechniker Andreas Eich einen solchen im Lohrer Schloss akkurat arrangiert. Aber kein Besucher wird ihn in dieser Advents- und Weihnachtszeit zu sehen bekommen; das Haus ist zum Zweck des Infektionsschutzes zunächst noch bis in den Januar hinein geschlossen. 

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Maria Limbach markiert den östlichen Wendepunkt des fränkischen Marienwegs

Wallfahrtskirche Maria Limbach. | Foto: B. Schneider

Heute (7. Dezember) feiern die christlichen Kirchen das Fest Mariä Empfängnis. Papst Pius IX. Hat 1854 die unbefleckte Empfängnis Mariens zum Dogma erhoben, also zur „grundlegenden Lehraussage mit unumstößlichen Wahrheitsanspruch“. Anders als eine Enzyklika, bei der es sich um ein „belehrendes oder ermahnendes Rundschreiben“ des Kirchenoberhaupts handelt. 

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Meeresgott Neptun herrscht als „Gabelmoo“ auf dem Grünen Markt in Bamberg

Neptun-Brunnen auf dem Grünen Markt in Bamberg. | Foto: B. Schneider

Welchen Grund gibt’s denn, so grimmig zu schauen? Halten sich Übermütige und Unvernünftige nicht an die aktuellen Pandemiebestimmungen? 

Trotz seines strengen Blicks ist der „Gabelmoo“ auf dem Grünen Markt in Bamberg eine der populärsten Persönlichkeiten der oberfränkischen Bischofs- und Universitätsstadt. Die liebevolle Dialektbezeichnung leitet sich ab vom Dreizack, den der heldenhaft wirkende Hüne mit links hält. Und dieser weist ihn eindeutig als Meeresgott Neptun aus, den Bruder des Jupiter und des Pluto. Analog zur Götterwelt der Römer herrscht in der griechischen Mythologie Poseidon über das Wasser. 

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Himmelstadt – nahe dran an göttlichen Gefilden

Post ans Christkind ist zu richten an: Kirchplatz 3, 97267 Himmelstadt. | Foto: B. Schneider

Christkind – Kirchplatz 3 – 97267 Himmelstadt. An diese Adresse werden in den nächsten Tagen und Wochen nicht nur junge Menschen Bitten richten. Und für gewöhnlich gibt es tatsächlich „wertvolle“ Antwort. Aber eben nicht wahrhaft aus Gottes Schreibstube. Die Himmelstadter geben ohne Ausflüchte zu, der Name sei „ä dobbelde Lüüch“ – allerdings nahe an der Wahrheit.

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Deutschlands kleinstes Museum mit 2,5 auf 2,5 Metern Grundfläche

Museen in Deutschland bleiben von morgen an für den ganzen November geschlossen. Zunächst waren sie im Zusammenhang mit den Maßnahmen zum Eindämmen der Corona-Pandemie nicht explizit genannt worden. Es hieß lediglich, Kulturveranstaltungen dürften nicht stattfinden. Unter allen betroffenen Einrichtungen sind Museen inzwischen gelistet – nach Bordellen sowie Nacht- und Nacktbars.

Das Isolatorenmuseum in Lohr a. Main, das üblicherweise an jedem ersten Sonntag im Monat nachmittags geöffnet ist, bleibt heute schon zu; die Abstandsregel kann nicht eingehalten werden. Das Museum, das in den Ruf steht, deutschlandweit eines der kleinsten und vielleicht das kleinste überhaupt zu sein, misst in der Grundfläche 2,5 auf 2,5 Meter. Auf zwei Etagen plus in einem seit etwa fünf Jahren vorhandenem Museumsgarten sind sage und schreibe über 600 Isolatoren aus über 40 Ländern zu sehen. Das ist einzigartig auf der ganzen Welt. 

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