Marktheidenfeld – Brücke zwischen Wein und Reben

Marktheidenfeld - Brücke zwischen Wein und Reben. | Foto: B. Schneider

Wie ein großer See wirkt der Main bei Marktheidenfeld. Vor dem denkmalgeschützt es Ensemble des Mainkais liegen die Kähne (fränkisch: Schelche) im ruhigen Wasser und erinnern an eine weit zurückreichende Tradition: Als Fischer, Schiffer oder Sandschöpfer verdienten sich viele „Hädefelder“ ihren Unterhalt. Hochwassermarken am Ende der Fahrgasse zeugen davon, dass das Leben am Fluss nicht nur Idylle war und ist. 

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Baubeginn für die Würzburger Residenz vor 300 Jahren

Würzburger Residenz mit Hofgarten. | Foto: B. Schneider

Am 22. Mai 1720, vor 300 Jahren, begann der Bau der Würzburger Residenz. Prompt titelte die Regionalzeitung Main-Post: „Happy Birthday, Residenz!“ Ziemlich daneben: Wenn man die Entstehung eines Gebäudes mit der eines Lebewesens vergleichen möchte, dann ist die Grundsteinlegung sicher nicht die Geburt, sondern wohl eher die Empfängnis. Im Falles des Barockschlosses, das den Fürstbischöfen des Hochstifts Würzburg zur Repräsentation und als Machtzentrale dienen sollte, dauerte die Schwangerschaft Jahrzehnte. 

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Lohrer Prozessionsfiguren jetzt ganzjährig ausgestellt

Jona im Maul des Wals - jüngste Figur der Lohrer Karfreitagsprozession. | Foto: B. Schneider

In Deutschland ist die der Gegenreformation entstammende Lohrer Karfreitagsprozession in ihrer Ausstattung und ihrem Umfang einmalig; in anderen „Passionsorten“ sind längst nicht so viele traditionelle Figuren vorhanden. 12 der 13 bislang nur einmal im Jahr aufgebauten Stationen sind jetzt dauerhaft in der frisch geweißten Kirche des ehemaligen Kapuzinerklosters neben der Stadtpfarrkirche St. Michael öffentlich ausgestellt. Der Zeitpunkt liegt wesentlich in der Corona-Pandemie begründet.

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Fix wie der Amtsbote

Am 1. Juli 1920 wurde aus Königsberg in Franken Königsberg in Bayern. | Foto: B. Schneider

Vor 100 Jahren wurde Königsberg bayerisch. Bis dahin gab es einen Kurierdienst nach Coburg – heute eine herrliche Wanderstrecke durch würzburgisch geprägtes Gebiet.

Ehemaliges Coburger Landeswappen im Hof der dortigen Veste. | Foto: B. Schneider
Ehemaliges Coburger Landeswappen im Hof der dortigen Veste. | Foto: B. Schneider

Dass ein Teil Unterfrankens bis vor 100 Jahren zu den sächsischen Herzogtümern gehörte, wird denjenigen bewusst, die sich auf den Amtsbotenweg von Königsberg nach Coburg begeben. Stramme Wanderer schaffen die rund 50 Kilometer an einem Tag. Sich an der frischen Luft zu bewegen, ist das Einzige, das seit Beginn der Corona-Pandemie stets empfohlen wird. 

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Museumstag unter erhöhtem Infektionsschutz

Am Sonntag, 17. Mai 2020, ist internationaler Museumstag. Viele Häuser in Deutschland beteiligen sich wegen der Corona-Pandemie ausschließlich mit einem digitalen Programm. Anders das Spessartmuseum in Lohr a. Main, wo bei freiem Eintritt von 10 bis 17 Uhr die komplette Ausstellung im ehemals kurmainzischen Schloss begangen werden kann – natürlich unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes. Soll heißen, dass Besucher eine Mund-Nase-Maske tragen müssen. Kurfürst Lothar Franz von Schönborn, der im Spessart ausgiebig der Jagd frönte, macht es vor … 

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Litfaßsäulen gehören seit 165 Jahren zum Stadtbild

Litfaßsäule in der Oberen Brückenstraße in Lohr am. Main. | Foto: B. Schneider

Die Veranstaltungsflaute aufgrund der Corona-Pandemie hält an. „Jungfräulich weiß“ stehen die Litfaßsäulen derzeit – wie hier in Lohr a. Main in der Oberen Brückenstraße – auf den Gehwegen. Es gibt nichts zu vermelden auf der „Anschlags- und Annonciersäule“, die seit 165 Jahren aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist und als echtes Massenmedium Karriere machte. Alleine in Deutschland sollen über 50.000 „Denkmäler“ für den Berliner Buchdrucker und Verleger Ernst Theodor Amandus Litfaß (1816-1874) existieren. 

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Blumenumrankter Literaturbalkon als magischer Ort des Frankenweins

Literaturbalkon auf dem Würzburger Stein. | Foto: B. Schneider

As allen Ritzen drängen jetzt blühende Wildblumen ans Licht. Die Wurzeln entwickeln eine solche Kraft, dass sie zuweilen Mauern sprengen – unter anderem zum Leidwesen der Weinbergsbesitzer in der bekannten Qualitätslage „Würzburger Stein“. Aufwendig müssen sie die aus Bruchsteinen gepuzzelten, kistorischen Wengertmauern mühsam instand halten.

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