Nur wenige fränkische Winzer konnten Eiswein ernten

Eine Handvoll fränkischer Winzer hat mit ihren Helfern in den frühen Morgenstunden des 20. Januar 2019 Eiswein gelesen. Dafür darf es nicht wärmer als minus sieben Grad Celsius sein. 

Was die Stunde geschlagen hat, lässt sich gut an der Turmuhr der katholischen Pfarrkirche in Rothenfels ablesen. | Foto: B. Schneider
Was die Stunde geschlagen hat, lässt sich gut an der Turmuhr der katholischen Pfarrkirche in Rothenfels ablesen. | Foto: B. Schneider

Bis kurz vor 12 Uhr Mittag war bei herrlichem Sonnenschein das Quecksilber des Thermometers schon weit in den Plusbereich gestiegen. Da hatte der Besitzer dieses Hauses in der Hauptstraße von Rothenfels am Main, der kleinsten Stadt Bayerns, noch nichts unternommen, ebenfalls eine besondere Ernte einzubringen. Hat er die Trauben entlang der Hauswand ganz einfach vergessen? Oder überlässt er sie mit Absicht den Vögeln, weil er sich ans Wasser und damit strikt an die Inschrift eines nahen Brunnens hält: „Hier schenkt unser Herrgott ein / seinen allerklarsten Wein / Mancher wär nicht so gesunken / hätt er diesen Wein getrunken“

Werbung für klares Wasser an einem inzwischen stillgelegten Brunnen in der Altstadt von Rothenfels. | Foto: B. Schneider
Werbung für klares Wasser an einem inzwischen stillgelegten Brunnen in der Altstadt von Rothenfels. | Foto: B. Schneider

Vor 65 Jahren, als der Brunnen errichtet wurde, hatte man offensichtlich keine Ahnung, wie bekömmlich der ausgezeichnete Frankenwein heute sein würde … 

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