Kindern gehört Kästners Glücksklee

Am 23. Februar jährt sich Erich Kästners Geburtstag zum 125. und am 29. Juli sein Todestag zum 50. Mal. Vielfaches Gedenken allerorten. Am nächsten kommt man dem erfolgreichen Schriftsteller wohl im zwischen den Westausläufern des Steigerwalds gelegenen Markt Oberschwarzach an der Grenze zwischen Unter- und Oberfranken. Hier befindet sich Kästners Erbe. Das hängt damit zusammen, dass er Kinder überaus wertschätzte.

Erich Kästner (1899-1974)
Erich Kästner (1899-1974)
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In Sisis Seele sehen

Sisi-Denkmal auf dem Bad Kissinger Altenberg. Ein Verehrer hat eine rote Rose an ihrem Bildnis abgelegt. | Foto: Bernhard Schneider

| Wie sich die Gesundheit der Monarchin in Frankens Weltbad besserte. |

Kaiserin Elisabeth von Österreich – kurz Sisi genannt – weilte sechsmal für jeweils mehrere Wochen in (Bad) Kissingen. Womit haderte sie? Wie stand es um ihre Gesundheit? Was meinte ihr Brunnenarzt? Einige dieser Rätsel löst jetzt im städtischen Museum Obere Saline eine Sonderausstellung mit originalen persönlichen Gegenständen, Kunstobjekten, Bildern und vor allem bisher unveröffentlichten Dokumenten zur medizinischen Behandlung. Dies alles ist noch zu sehen bis 28. April 2024 Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Museumsleiterin Annette Späth führt die Gäste eigens am 21. Januar um 15 Uhr und geht insbesondere auf die neuen Erkenntnisse ein.

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Werneck – in seiner 800-jährigen Geschichte immer wieder neuen Aufschwung genommen

Im Wernecker Schlosspark zu flanieren, ist ein Vergnügen. Ebenso, anschließend im Schlosscafé Süßes zu genießen.

Werneck erinnert heuer an die 800. Wiederkehr seiner Ersterwähnung. Der Historische Verein Markt Werneck e. V.  hat hierzu eine sechsbändige Chronik zu je 100 Seiten aufgelegt. Mit dem Vorsitzenden Bernd Göbel durch den Ort und den Schlosspark zu spazieren, gleicht einer Zeitreise mit lauter traumhaften Etappen und manchem Superlativ. Beispielsweise, dass hier bezogen auf die Gesamtbevölkerungszahl von etwa 10 000 wohl die deutschlandweit höchste medizinische Versorgungsdichte herrscht.

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Lachdienliche Hinweise zu allen 27 EU-Mitgliedsstaaten

„Die Kardinäle wählen einen Niederländer zum Papst. Als Erstes wird das Papamobil nachgerüstet … mit einer Anhängerkupplung.“ ‒ Wer den neuen europäischen Narr-Erholungs-Weg (NEW) in Franken geht, begegnet dem Katholizismus mehr als dieses eine Mal. Gottgläubige nehmen vieles mit Humor, auch wenn im Kirchenkalender für den 11.11. das Gedenken an den mit den Armen teilenden Sankt Martin vermerkt ist und nicht der Faschingsauftakt.

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Besinnliche Schleifen über dem Sakko-Canyon

1987, 2003, 2007, 2009, 2011, 2013, 2020 und schließlich nun wieder am Abend des 16. August 2023: Der Leidersbach, der auch namensgebend für den Hauptort und die Gemeinde ist, schwillt nach Wolkenbrüchen an, kann die Wassermassen nicht alle aufnehmen beziehungsweise wegschwemmen. Schlammige Fluten ergießen sich in die Häuser. – Es gab Pläne, 14 Deiche ringsum auf den Höhen zu errichten; die damals veranschlagten 17 Millionen Euro erschienen zu kostspielig … Dort oben verläuft der Panorama-Besinnungsweg. Unter anderem bietet er gesundheitsförderndes Wassertreten und das Stimulieren der Fußreflexzonen auf einem Barfußpfad sowie die Begegnung mit der lokalen Frühgeschichte und mit dem christlichen Glauben.

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Basaltsäulen und ein Urwald am Gangolfsberg in der Rhön

Die Erde brodelte. Vulkane formten vor Jahrmillionen die Rhön. Am Gangolfsberg bei Oberelsbach lässt sich gut nachvollziehen, was damals passierte. Abzulesen an einer sogenannten Prismenwand! Sie liegt an einem Lehrpfad, der auf einem Rundweg in etwa zweieinhalb Stunden durch ein 75 Hektar großes Naturwaldreservat führt. Wer hier unterwegs ist, stößt unter anderem auf den sagenhaften Teufelskeller, aber auch auf die Ruine eines Kirchleins, dessen Patron namensgebend für die knapp 900 Meter aufragende Erhebung ist; das erste christliche Gotteshaus zwischen oberem Streu- und Brendtal soll es gewesen sein.

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Kultur und Wein gehören zusammen in Thüngersheim

1098 – vor 925 Jahren – wurde ein gewisses „Tunegersheim“, auf halber Strecke zwischen Würzburg und Karlstadt gelegen, erstmals urkundlich erwähnt. Von der hier gegen Ende des 12. Jahrhunderts sehr bedeutsamen, aber bald geschleiften Ravensburg sind nur noch Fundamente vorhanden; seit Kurzem kann man sich eine virtuelle Rekonstruktion aufs Smartphone holen. Ansonsten erinnert an das einst wehrhafte Bauwerk eine fast gleichlautende Weingroßlage. Und damit ist schon ein ganz wesentlicher Grund genannt, weshalb Besucherinnen und Besucher gerne in die Gemeinde an der B 27 kommen: Fast alles dreht sich um den göttlichen Trank. Allerdings spielt auch die Kunst eine wichtige Rolle – zuallererst die der (Kirchen-)Malerfamilie Urlaub. Deren Bilder zu betrachten, durch die Rebhänge zu wandern und bei den Winzern ein wenig zu probieren, fühlt sich an wie Urlaub.

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Über sieben Hügel kannst Du geh‘n

Innenstadt von Marktheidenfeld

Auf dem Kapitol steht der Senatorenpalast, das römische Rathaus. Aus der Wolle der Schafe, die am Palatin grasen, wird das Pallium gewoben, eine Art Stola – Amtsabzeichen, das der Papst den Metropoliten verleiht. Aventinus, Quirinal und so weiter. Sieben Hügel sind’s, auf denen die „ewige Stadt“ errichtet wurde. Mit dem Prädikat „Stadt“ kann Marktheidenfeld zwar erst seit 75 Jahren glänzen, doch tritt die hiesige Bevölkerung augenzwinkernd in Konkurrenz mit der Roms: Statt des Tibers hat sie den Main, vor allem aber ebenfalls sieben Hügel, von denen einer sogar Romberg heißt. Ein europäischer Kulturweg mit dem Kennzeichen des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund verknüpft sie. Ihn zu gehen, belebt Körper und Geist.

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