Mopper und Schnüdel aufs Podest gehoben

Mopper und Schnüdel – das sind die Kosenamen für die Bewohner von Lohr a. Main. Mopper sind die in Lohr Geborenen, die Schnüdel diejenigen, die auswärts das Licht der Welt erblickten – beispielsweise in Kliniken in Würzburg, Aschaffenburg und Wertheim – und die später Zugereisten. Diesen allen hat der international renommierte Lohrer Künstler Roland Schaller, seines Zeichens ein Mopper, jetzt ein Denkmal gesetzt in Form einer filigranen Bronzeskulptur. 

„Mopper und Schnüdel aufs Podest gehoben“ weiterlesen

In Coburg: das dritte bayerische Landestheater – seit 100 Jahren

Landestheater Coburg. | Foto: B. Schneider

Nicht wie allgemein vermutet vor 100, sondern schon vor 101 Jahren wurde das 1840 am Coburger Schloßplatz eröffnete Hoftheater zum Landestheater: 1919 wurde es aus dem Privatvermögen des Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha auf den Freistaat Coburg übertragen. In der Folge verpflichtete sich die Stadt Coburg, den Spielbetrieb unter der Bezeichnung Coburgisches Landestheater fortzuführen. Als sich im darauffolgenden Jahr zum 1. Juli 1920 der Freistaat Coburg dem Freistaat Bayern anschloss, akzeptierte letzterer eine 40-prozentige Mitfinanzierung und gab eine bis heute gültige Bestandsgarantie. Das seither als Landestheater Coburg bezeichnete Haus gilt als drittes bayerisches Staatstheater. Unter seinem Dach sind drei Sparten (Oper/Operette, Schauspiel und Ballett) vereint. 488 Plätze stehen in normalen Zeiten zur Verfügung. Nach dem Vorbild des Londoner Globe Theatre soll für die Dauer einer anstehenden Generalsanierung eine permanente Ersatzspielstätte geschaffen werden.

„In Coburg: das dritte bayerische Landestheater – seit 100 Jahren“ weiterlesen

Sulzfeld am Main ist ein Erlebnis für alle Sinne: Genuss auf jeden Meter

„Besonderes Flair kommt nicht von allein.“ Dieses Lob auf die Tatkraft der Bürger von Sulzfeld am Main und auf deren außerordentlichen Zusammenhalt steht auf einer Tafel neben der katholischen Pfarrkirche St. Sebastian. Die rund 1.300 Sulzfelder haben es geschafft, ihren Ort gleichermaßen für sich wie für Gäste immer attraktiver zu machen. „Mittlerweile liegt bei uns der Altersschnitt im Altort niedriger als im Neubaugebiet“, betonen Gerhard Schenkel und Matthias Dusel. Letzterer hat den Ersteren am 1. Mai nach 36 Jahren als Bürgermeister im Ehrenamt abgelöst.

„Sulzfeld am Main ist ein Erlebnis für alle Sinne: Genuss auf jeden Meter“ weiterlesen

Kloster Schöntal – reiches Erbe der Zisterzienser an der Jagst

Der fränkische Sprachraum reicht bis weit in den Hohenlohekreis. Warum also nicht mal ein Ausflug ins Jagsttal zum Kloster Schöntal, das sogar Abtei war?! Mitte des 12. Jahrhunderts siedelten hier Mönche aus Maulbronn. Das Gelände stellten die Herren von Berlichingen zur Verfügung. Die Zisterzienser wirkten hier segensreich.

„Kloster Schöntal – reiches Erbe der Zisterzienser an der Jagst“ weiterlesen

Baubeginn für die Würzburger Residenz vor 300 Jahren

Würzburger Residenz mit Hofgarten. | Foto: B. Schneider

Am 22. Mai 1720, vor 300 Jahren, begann der Bau der Würzburger Residenz. Prompt titelte die Regionalzeitung Main-Post: „Happy Birthday, Residenz!“ Ziemlich daneben: Wenn man die Entstehung eines Gebäudes mit der eines Lebewesens vergleichen möchte, dann ist die Grundsteinlegung sicher nicht die Geburt, sondern wohl eher die Empfängnis. Im Falles des Barockschlosses, das den Fürstbischöfen des Hochstifts Würzburg zur Repräsentation und als Machtzentrale dienen sollte, dauerte die Schwangerschaft Jahrzehnte. 

„Baubeginn für die Würzburger Residenz vor 300 Jahren“ weiterlesen

Lohrer Prozessionsfiguren jetzt ganzjährig ausgestellt

Jona im Maul des Wals - jüngste Figur der Lohrer Karfreitagsprozession. | Foto: B. Schneider

In Deutschland ist die der Gegenreformation entstammende Lohrer Karfreitagsprozession in ihrer Ausstattung und ihrem Umfang einmalig; in anderen „Passionsorten“ sind längst nicht so viele traditionelle Figuren vorhanden. 12 der 13 bislang nur einmal im Jahr aufgebauten Stationen sind jetzt dauerhaft in der frisch geweißten Kirche des ehemaligen Kapuzinerklosters neben der Stadtpfarrkirche St. Michael öffentlich ausgestellt. Der Zeitpunkt liegt wesentlich in der Corona-Pandemie begründet.

„Lohrer Prozessionsfiguren jetzt ganzjährig ausgestellt“ weiterlesen

Fix wie der Amtsbote

Am 1. Juli 1920 wurde aus Königsberg in Franken Königsberg in Bayern. | Foto: B. Schneider

Vor 100 Jahren wurde Königsberg bayerisch. Bis dahin gab es einen Kurierdienst nach Coburg – heute eine herrliche Wanderstrecke durch würzburgisch geprägtes Gebiet.

Ehemaliges Coburger Landeswappen im Hof der dortigen Veste. | Foto: B. Schneider
Ehemaliges Coburger Landeswappen im Hof der dortigen Veste. | Foto: B. Schneider

Dass ein Teil Unterfrankens bis vor 100 Jahren zu den sächsischen Herzogtümern gehörte, wird denjenigen bewusst, die sich auf den Amtsbotenweg von Königsberg nach Coburg begeben. Stramme Wanderer schaffen die rund 50 Kilometer an einem Tag. Sich an der frischen Luft zu bewegen, ist das Einzige, das seit Beginn der Corona-Pandemie stets empfohlen wird. 

„Fix wie der Amtsbote“ weiterlesen