Findige Ostheimer verstehen zu genießen

Kirchenburg in Ostheim vor der Rhön. | Foto: B. Schneider

Tradition und Innovation begegnen sich in Ostheim vor der Rhön auf engstem Raum. Dabei verstehen die gut 3.300 Einwohner zu genießen. So locken sie Liebhaber geschmack- und kunstvoller Dinge ins Städtchen im Streutal nahe Thüringen – zum Beispiel zur größten und besterhaltenen Kirchenburg Deutschlands, ins einzigartige Orgelbaumuseum – ein Schloss für die Königin der Instrumente –, am ersten Adventswochenende auf den stimmungsvoll illuminierten Weihnachtsmarkt, Ende Mai auf den bunten Blumenmarkt und alle zwei Jahre Mitte Oktober auf den Rhöner Wurstmarkt. 

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Paul Maar befasst sich in der Schneewittchenstadt Lohr skurril und humorvoll mit Märchen

Paul Maar zeichnet Tiere. | Foto: B. Schneider

Der Kinderbuchautor Paul Maar vor zehn Jahren in Lohr a. Main: Anfang April 2009 las er aus seinen Veröffentlichungen im Alten Rathaus und zeichnete lustige (Tier-)Figuren; seine Künstlerkarriere hatte er ja einst als Bühnenbildner begonnen. Mit fantasievollen Geschichten über das freche Sams, den verträumten Lippel und andere „Helden“ erlangte der gebürtige Unterfranke, der seit Jahrzehnten in Oberfranken lebt, ähnliche Bekanntheit wie Astrid Lindgren.

Anlässlich des 1. Lohrer Kinder- und Jugendliteraturfestivals tritt Paul Maar morgen (27.10.2019) ab 15 Uhr in der Stadthalle in ungewöhnlicher Weise vor sein Publikum: Er singt auch. Mit den beiden Musikern Wolfgang Stute und Konrad Haas befasst er sich in der Schneewittchenstadt Lohr skurril und humorvoll mit Märchen – als das „Schräge Märchen Trio”.

Fotos: B. Schneider

Eine Unmenge an Erinnerungen

Nostalgiemuseum Burgpreppach - eine Schatzkiste der Nachkriegszeit. | Foto: B. Schneider

Nostalgiemuseum Burgpreppach birgt Kostbarkeiten der Nachkriegszeit

Was Heinz Braunreuther auf mehreren Stockwerken des Rathauses von Burgpreppach (Landkreis Haßberge) sowie daneben im ehemaligen Mannschaftsraum der Freiwilligen Feuerwehr öffentlich zur Schau stellt, ist nur ein Bruchteil dessen, was er Zeit seines nunmehr 72-jährigen Lebens an Erinnerungsstücken an die Aufbaujahre nach dem Zweiten Weltkrieg und das Wirtschaftswunder zusammengetragen hat. Und dennoch ist die Sammlung schier unüberschaubar. 

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Neuer Bildband: Bamberg bildschön

Städtereisen liegen im Trend. Beliebt zu jeder Jahreszeit: Wenn im Frühling die Parks und Blumenbeete bunt blühen, wenn im Sommer im Freien Sport und Spiel, Kultur und Kulinarik locken, wenn jetzt im Herbst satte Farben die schönsten Stillleben malen sowie wenn bald im Winter wunderbare Advents- und Weihnachtsbräuche die Welt verzaubern. Genau diese Stimmung und Sehnsucht weckt der Mitteldeutsche Verlag (mdv) mit seinem neuen Bildband: „Bamberg bildschön“.

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Was sieht man in Mellrichstadt hinter vorgehaltener Hand?

Der Nackte mit vorgehaltener Hand in Mellrichstadt vor der Kreisgalerie. | Foto: B. Schneider

Hinter vorgehaltener Hand: Was verbirgt denn der Nackte da? Auf einem kalten Steinblock sitzt er in Mellrichstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) vor der Kreisgalerie, dem ehemaligen Spital. Seine Handhaltung weckt die Neugierde gleichermaßen von Männern und Frauen. Sind sie erstaunt oder enttäuscht, nachdem sie ihren Hals lang gemacht haben? 

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Rollendes Denkmal

Schienenbus VT 796 702, Baujahr 1960, der Mainschleifenbahn. | Foto: B. Schneider

Seit 15 Jahren fährt der rote Schienenbus zur Mainschleife

Im September und Oktober weitet die Mainschleifenbahn ihren Fahrbetrieb von sonntags zusätzlich auf samstags aus. Der Förderverein, dem die Strecke zwischen Volkach-Astheim und Seligenstadt gehört, will erreichen, dass langfristig wieder jeden Tag Züge in Direktverbindung bis nach Würzburg verkehren. 

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(Kirchen-)Kunst, Konzerte, Kräuter, Kabarett in und um Schloss Oberschwappach

Alle sprechen von „Schloss“ Oberschwappach. In Wirklichkeit war das Gebäude mit der langgestreckten Fassade nur ein„Amtshof“ der Abtei Ebrach. | Foto: B. Schneider

Wo der Steigerwald im Norden zum Maintal hin abfällt, errichtete die reiche Abtei Ebrach ihren schönsten Amtshof – als „Abglanz himmlischer Herrlichkeit“. Augen und Ohren, Nase und Gaumen werden betört in und um diese als Schloss bezeichnete barocke Dreiflügelanlage im kleinen Oberschwappach, heute ein Ortsteil der Gemeinde Knetzgau.

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Lohnendes Ausflugsziel zwischen Fränkischem Seenland und Naturpark Altmühltal

Schloss Ellingen in Altmühlfranken. | Foto B. Schneider

Schloss Ellingen in Altmühlfranken ist ein Juwel des Barock. Die Stadt Ellingen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) hat keine 4.000 Einwohner, war aber einmal überaus wichtig als Residenz des Landkomturs der Ballei Franken des Deutschen Ordens. Der Orden war hier seit 1216 ansässig. Die Ballei Franken galt als die mächtigste innerhalb des regionalen Geflechts des einst zur Errettung des Heiligen Landes gegründeten Ritterordens.

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Die einzige Kirche in Deutschland im Besitz eines Landkreises

Kloster Bronnbach im tal der Tauber südlich von Wertheim. | Foto: B. Schneider

Kloster Bronnbach im Taubertal ist für mehr als die Jakobspilger einen Abstecher wert

Rund 170 Kilometer führt der Jakobsweg durchs Taubertal. | Foto: B. Schneider
Rund 170 Kilometer führt der Jakobsweg durchs Taubertal. | Foto: B. Schneider

Der aus dem Odenwald kommende Jakobsweg schließt in Miltenberg an jenen von Colmar über Aschaffenburg an, folgt ein Stück dem Main und führt dann rund 170 Kilometer durch das Liebliche Taubertal, bis er vor den Toren Rothenburgs auf den fränkisch-schwäbischen trifft. Die Pilger finden südlich von Wertheim in Kloster Bronnbach Quartier im Gästehaus „Bursariat“. Ein lohnendes Ziel ist der historische Komplex mit moderner Nutzung für viele Besucher über den Wunsch nach Stille und Kontemplation, nach Speis und Trank sowie nach Übernachtung und Erholung hinaus – für Kunst- und Kulturliebhaber, für Studierende von immerhin sieben Kooperationsuniversitäten und -hochschulen, für Forschende des Archivverbands Main-Tauber, des Fraunhofer-Instituts und der Forschungsgemeinschaft Technik und Glas, für Teilnehmer an Tagungen und Seminaren und nicht zuletzt für Feiernde.

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Besucherstrom bei der 1250-Jahr-Feier in Neustadt am Main

Wahrscheinlich 769 hat der zurückgetretene zweite Würzburger Bischof Megingaud mit seinen Gefährten in Neustadt am Main ein Benediktinerkloster gegründet, das er unter kaiserlichen Schutz stellte. Die Abtei erlangte Bedeutung im ganzen Frankenreich. Doch im Zuge der Säkularisation wurde sie 1803 aufgelöst; die Mönche mussten den Ort verlassen. Seit 1909 führen jedoch Missionsdominikanerinnen die klösterliche Tradition in Neustadt fort. Jetzt zum 1250. Jubiläum engagierten sich nicht nur die Ordensfrauen, sondern nahezu alle Einwohner. Sie boten ihren Gästen allerbeste Information und Unterhaltung. Bürgermeister Stephan Morgenroth schätzt die Besucherzahl am vergangenen Samstag auf rund 5.000 und für den Sonntag mehr als doppelt so hoch. Nachfolgend einige mit der Kamera eingefangene Schlaglichter:

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