Marktheidenfeld – Brücke zwischen Wein und Reben

Marktheidenfeld - Brücke zwischen Wein und Reben. | Foto: B. Schneider

Wie ein großer See wirkt der Main bei Marktheidenfeld. Vor dem denkmalgeschützt es Ensemble des Mainkais liegen die Kähne (fränkisch: Schelche) im ruhigen Wasser und erinnern an eine weit zurückreichende Tradition: Als Fischer, Schiffer oder Sandschöpfer verdienten sich viele „Hädefelder“ ihren Unterhalt. Hochwassermarken am Ende der Fahrgasse zeugen davon, dass das Leben am Fluss nicht nur Idylle war und ist. 

„Marktheidenfeld – Brücke zwischen Wein und Reben“ weiterlesen

Fix wie der Amtsbote

Am 1. Juli 1920 wurde aus Königsberg in Franken Königsberg in Bayern. | Foto: B. Schneider

Vor 100 Jahren wurde Königsberg bayerisch. Bis dahin gab es einen Kurierdienst nach Coburg – heute eine herrliche Wanderstrecke durch würzburgisch geprägtes Gebiet.

Ehemaliges Coburger Landeswappen im Hof der dortigen Veste. | Foto: B. Schneider
Ehemaliges Coburger Landeswappen im Hof der dortigen Veste. | Foto: B. Schneider

Dass ein Teil Unterfrankens bis vor 100 Jahren zu den sächsischen Herzogtümern gehörte, wird denjenigen bewusst, die sich auf den Amtsbotenweg von Königsberg nach Coburg begeben. Stramme Wanderer schaffen die rund 50 Kilometer an einem Tag. Sich an der frischen Luft zu bewegen, ist das Einzige, das seit Beginn der Corona-Pandemie stets empfohlen wird. 

„Fix wie der Amtsbote“ weiterlesen

Blumenumrankter Literaturbalkon als magischer Ort des Frankenweins

Literaturbalkon auf dem Würzburger Stein. | Foto: B. Schneider

As allen Ritzen drängen jetzt blühende Wildblumen ans Licht. Die Wurzeln entwickeln eine solche Kraft, dass sie zuweilen Mauern sprengen – unter anderem zum Leidwesen der Weinbergsbesitzer in der bekannten Qualitätslage „Würzburger Stein“. Aufwendig müssen sie die aus Bruchsteinen gepuzzelten, kistorischen Wengertmauern mühsam instand halten.

„Blumenumrankter Literaturbalkon als magischer Ort des Frankenweins“ weiterlesen

Guter Rat für den Osterhasen

Traubenhyazinthen. | Foto: B. Schneider

Alle Osterhasen und deren Gehilfen mögen gewarnt sein: Keinesfalls ist es einerlei, wo sie die bunten Ostereier ablegen beziehungsweise verstecken. Und sehen manche Blumen noch so schön aus – es ist Vorsicht geboten! Beispielsweise sollte man kein Osternest inmitten der jetzt leuchtend blau blühenden Traubenhyazinthen betten, denn wie viele andere Liliengewächse sind sie giftig. 

„Guter Rat für den Osterhasen“ weiterlesen

Runa-Künstler arbeiteten im Rexroth-Schlösschen

Rexroth-Schlösschen oberhalb des Lohrer Valentinusbergs. | Foto: B. Schneider

Das Waldhaus Rexroth ist nach der Valentinuskapelle der zweite markante Anlaufpunkt auf dem etwa 35 Kilometer langen Schneewittchen-Wanderweg vom Schloss in Lohr a. Main nach Bieber im heute hessischen Spessart. Wegen seiner Gestalt mit Wohnturm bezeichnen die Einheimischen das rund zwei Kilometer außerhalb der Stadt auf einer Rodungsinsel gelegene Gebäude als Rexroth-Schlösschen . 

„Runa-Künstler arbeiteten im Rexroth-Schlösschen“ weiterlesen

Die Aubachseen – ein Dorado für Sportfischer

Einer der Aubachseen bei Wiesthal. | Foto: B. Schneider

Die Aubachseen etwa zweieinhalb Kilometer außerhalb des Spessartdorfes Wiesthal ist ein beliebter Treffpunkt für Angler in der Region. Die drei künstlich angelegten Teiche werden von der Sportfischergemeinschaft Lohr a. Main bewirtschaftet; eine Tageskarte ist für 15 Euro zu haben. Noch stört keine Betriebsamkeit die Idylle, denn Forellen haben Schonzeit bis Mitte April, Zander bis Ende April. Die einzigen Fische, die man aktuell (25. März) hier erspähen kann, sind diejenigen aus Holz, die die Bäume zieren. 

„Die Aubachseen – ein Dorado für Sportfischer“ weiterlesen

Friedhof in der Waldabteilung „Alte Ruh”

Manchem mag es makaber vorkommen, in Zeiten der Corona-Pandemie etwas über aktuelle Bestattungsformen zu schreiben und Fotos von einem Friedwald zu posten. Oder wie in diesem Fall der Naturfriedhof in der Nähe des unterfränkischen Wallfahrtsorts Mariabuchen genannt wird: Ruheforst. Eine absolut treffende Bezeichnung, denn die entsprechende Waldabteilung heißt von jeher „Alte Ruh“. Sie gehört zum etwa 1200 Hektar umfassenden Kommunalforst der Gemeinde Steinfeld im Landkreis Main-Spessart. Begraben wird hier unter Bäumen im Übrigen kein Leichnam im Sarg, sondern nur die Asche der verstorbenen Person in einer biologisch abbaubaren Urne. 

| Fotos: B. Schneider