Grenzenlose Freude, wo Franken und Baden sich die Hände reichen

Freudenburg. | Foto: B. Schneider

Am Anfang war die ritterlich-höfische Tugend der Freude. Von ihr leitete der Würzburger Fürstbischof Heinrich III. im ausgehenden 12. Jahrhundert den Namen seiner Bastion über dem Maintal zwischen Spessart und Odenwald ab: Freudenburg. Das Erzstift Mainz setzte im nahen Miltenberg die Burg der Milde entgegen. Die Siedlung Frouwdeberch auf dem schmalen Flussufer hatte zwischen mehreren Einflusssphären wahrlich wechselhafte Zeiten zu überstehen. In vielfacher Hinsicht ist man hier heute noch in Grenzbereichen unterwegs, was vielleicht ein wenig verwirren mag, aber auch spannend ist.

„Grenzenlose Freude, wo Franken und Baden sich die Hände reichen“ weiterlesen

Garten-Kultur-Tage in Himmelstadt

Eine richtig große, pralle Rosenblüte. | Foto: B. Schneider

Gartenfreunde allerorten laden an diesem Wochenende Gäste in ihre grünen Reiche ein: Tage der offenen Gartentür. Das alles toppt die Gemeinde Himmelstadt im Landkreis Main-Spessart. Sie holt am 25. und 26. Juni 2022 ihre Garten-Kultur-Tage nach, die sie schon 2020 anlässlich ihres 1200-jährigen Bestehens feiern wollte. Das ganze Dorf gleicht einem Blumenmeer. In ihren Höfen und Gärten präsentiert die Bevölkerung eine farbenfrohe Vielfalt. In der Hauptstraße 81 gibt es jeweils von 10 bis 18 Uhr eine Ausstellung mit vielen Tipps und Anregungen zur dorfgerechten Grüngestaltung. An der Mainlände findet ein Gartenmarkt statt – rund um den Natur-Schau-Garten und die Schrebergartenanlage. 

Natur-Schau-Garten in Himmelstadt. | Foto: B. Schneider

|  Fotos: B. Schneider

Zeitenwende für Frankens Winzer

Gemeinsam mit einem Weingut in Ramsthal im Landkreis Bad Kissingen haben die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) und das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken begonnen, ein neues Kapitel der fränkischen Kulturgeschichte zu schreiben: Mit vereinten Finanzmitteln, Know-how und Tatkraft strukturierten sie eine Steillage von einer sogenannte Direktzuganlage in eine querterrassierte Rebfläche um; auf den Böschungen gedeihen als regionaltypische Magerraseneinsaat Gräser, Wildblumen und -kräuter und sorgen für ein artenreiches, intaktes Ökosystem. Der rund zwei Hektar große Weinberg der Familie Neder ist das erste öffentlich geförderte Projekt für ein nachhaltiges, in Zukunft empfohlenes Bewirtschaftungsverfahren auf Basis einer hohen Biodiversität.

„Zeitenwende für Frankens Winzer“ weiterlesen

Gefährlich-verführerische Schönheiten im Sinngrund

Noch diese Woche – danach sind wohl die herrlichen Schachbrettblumen im Sinngrund verblüht. Wunderschön, aber in allen ihren Teilen extrem giftig sind diese die sauren, nassen Böden liebenden Gewächse. Wenn sie welken, verflüchtigt sich die Wirkung. Deshalb dürfen die Wiesen erst zur Jahresmitte hin gemäht werden, um das Heu zu verfüttern.

„Gefährlich-verführerische Schönheiten im Sinngrund“ weiterlesen

Franziskanische Impulse

In Sandstein gemeißelte Erklärung für den „Weg der Tränen“.

… auf dem neu erschlossenen Nonnenpfad und am Ziel im Kloster Schönau.

Es herrscht Aufbruchstimmung im Franziskaner-Minoritenkloster Schönau bei Gemünden: Die Hausgemeinschaft ist mit vier Patres und einem Frater so stark wie lange nicht, sodass die Ordensleute die Vielfalt ihres Angebots ausweiteten, den Menschen der Region bei Lebens- und Glaubensfragen zur Seite zu stehen. Und der Förderkreis Kloster und Wallfahrtskirche Schönau e. V. konnte bei den diesjährigen Vorstandswahlen seine Führungsriege verjüngen. Vorsitzender Dr. Gerhard Köhler hat zuletzt viel Energie darauf verwandt, den Nonnenpfad neu zu erschließen. Das ist ein historischer Wanderweg, der vom Tal der Sinn in das der Fränkischen Saale führt. Auf der rund sieben Kilometer langen Tour sind annähernd 270 Höhenmeter zu bewältigen. Franziskaner und Förderer laden wortwörtlich dazu ein, sich aufzumachen. 

„Franziskanische Impulse“ weiterlesen