Gewürze und Kräuter in Franken

Kräuterbauer Marcus Link aus Mönchberg bei Klingenberg. | Foto: B. Schneider

„Unter unserem Himmel” im Bayerischen Fernsehen

Die aus Sommerach stammende Regisseurin Hiltrud Reiter ist stolz auf Schönheit und Genüsse ihrer fränkischen Heimat. Das zeigt sie einmal mehr am Sonntag, 2. Juni 2019, um 19:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen in der Reihe „Unter unserem Himmel“. Auch wenn Schnuppern und Schmecken bei diesem Medium außen vor sind, macht sie wahrhaft Appetit auf „Kräuter und Gewürze in Franken“. Dafür glitt Kameramann Tino Müller mit der Linse über Felder und Wiesen, tauchte ein ins Blütenmeer und guckte in Pfannen und Töpfe.

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Gartenfestivals in allen Teilen Frankens

Alzenau - vom ehemaligen Landesgartenschaugelände aus betrachtet. | Foto: B. Schneider

Pflanzenmarkt am heutigen Muttertagssonntag, 12. Mai 2019, in Alzenau (Lkr. Aschaffenburg). Über 50 Aussteller beziehungsweise Händler boten ihre teilweise selbst gezogene oder selbst gefertigte Ware auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau feil. Das Schöne an diesem Fest für Kunst- und Gartenfreunde ist, dass die Besucher keinen Eintritt zahlen brauchen. Die kamen bei strahlendem Sonnenschein zahlreich, zumal die Geschäfte in der ganzen Stadt anlässlich des Frühlingsfests verkaufsoffen waren. – In den nächsten Wochen werden landauf und landab noch viele Gartenfestival s folgen, unter Umständen auch mehrere am gleichen Wochenende wie zum Beispiel am 15./16. Juni 2019 die Rosen- und Gartenmesse in Königsberg (Lkr. Haßberge) sowie die Kunst- und Gartenmesse in Arnstein (Lkr. Main-Spessart). | Fotos: B. Schneider

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Wasserbüffel im Hafenlohrtal – erfolgreiches Biodiversitätsprojekt

Das Wasserbüffelprojekt des Naturparks Spessart im Hafenlohrtal ist auf den Tag genau vor einem Jahr, am 11. Mai 2018, von den Vereinten Nationen (UN) „geadelt“ worden. Es darf noch ein weiteres Jahr betitelt werden als „ausgezeichneter Beitrag“ der UN-Dekade von 2011 bis 2020, in der das Thema „Biologische Vielfalt“ (= Biodiversität) mehr Aufmerksamkeit gewinnen soll. Vergangene Woche erst gelangte die alarmierende Nachricht an die Öffentlichkeit, dass von acht Millionen Tierarten eine Million vom Aussterben bedroht sind. 

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Weide und nicht Hundeklo

Weide und nicht Hundeklo an der Schleuse Steinbach. | Foto: B. Schneider

Der Mai gilt bei uns als Wonnemonat. Dies leitet sich von dem altdeutschen Wort winnimanod ab; es bedeutet Weidemonat. – Jetzt werden die Tiere überall nach draußen gebracht. Aber nicht auf allen Wiesen schmeckt es ihnen …

Der Karpfen fehlt vier Monate lang auf dem Speiseplan

Genau noch eine Woche dauert in Franken die Karpfensaison. Dann folgen vier Monate ohne „r“, in denen die Teichbewohner nicht um ihr Leben fürchten brauchen – abgesehen von den gefiederten Räubern mit spitzem Schnabel, die sie das ganze Jahr über auf dem Speiseplan stehen haben. Dass wir Menschen mit dem Verzehr vieler Süßwasserfische im Sommer aussetzen, geht auf eine alte Hygienevorschrift zurück, die eingeführt wurde, als noch keine moderne Kühltechnik entwickelt war: Bei heißen Temperaturen sollten die Tiere weder lebend noch geschlachtet transportiert werden. 

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Nachhaltige Natur und Kultur im Steigerwald: Wald- und Weinbau in Ebrach und Handthal

Pflatzhirsch Leopold im Rot- und Rehwildgehege am Baumwipfelpfad Steigerwald. | Foto: B. Schneider

Das stattliche Geweih signalisiert: Hier bin ich der Chef – und zwar im Rot- und Rehwildgehege am Baumwipfelpfad Steigerwald auf dem Radstein bei Ebrach. Genüsslich kann Platzhirsch Leopold mit der Zunge schnalzen, denn er ist immer der Erste am Trog, wenn die Besucher das zuvor erworbene Futter eine Rutsche herunterrieseln lassen.


Höhepunkt der Freizeitanlage nahe der B 22 oberhalb des durch sein ehemaliges Zisterzienserkloster bekannten und anerkannten Erholungsorts ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Aussichtsturm, der sich um eine Buche auf 42 Meter hinaufwindet. Der gesamte Baumwipfelpfad erstreckt sich am Naturschutzgebiet Spitzenberg über fast 1,2 Kilometer – errichtet beziehungsweise fertig gestellt im März 2016. In den Schlagzeilen ist er aktuell nicht nur wegen den zahlreichen Sonderaktionen zum dreijährigen Bestehen, sondern auch wegen eines Schädlingsbefalls. Der Spaltblättling, ein Holz zerstörender Pilz, ist an den Stützen und Querstreben festgestellt worden.

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Hochwasser bringt Schneewittchen in Bedrängnis

Schneewittchen auf der Kaibach-Terrasse in Lohr. | Foto: B. Schneider

Schneewittchen bekommt kalte Füße – nicht weil die böse Stiefmutter nach drei Attentaten mit Gürtel, Kamm und Apfel gar noch ein viertes verüben würde. Vielmehr haben die Regenfälle vom Wochenende (16./17.3.2019) die  Flüsschen im Spessart anschwellen lassen. So auch den Kaibach, wie der Rechtenbach ab der Lohrer Stadtgrenze heißt. (In Franken wechseln Bäche im Übrigen auch ihr Geschlecht; der Volksmund bezeichnet den Kaibach als „die“ Käbich.)

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Ein Ordensmann weist den Weg

Schneegestöber an der Wallfahrtskirche von Kälberau zeugt davon, dass die Kirchenpatronin zur Recht Maria zum rauen Wind genannt wird. | Foto: B. Schneider

Es war ein Fasttag, als wir uns kennenlernten. Trotzdem oder gerade deshalb merkte ich schnell: Der Mann versteht zu genießen mit Augen und Ohren, Nase und Gaumen – in Maßen; jedenfalls muss sein Habit nichts kaschieren. 

In den vergangenen zwölf Jahren war er nach Rom in die Leitung seines Ordens berufen und von dort immer wieder weltweit unterwegs. Wenn ihm allerdings jemand fränkische (Brat-)Würste brachte, ging ihm das Herz auf. Die schmecken nach Heimat und nach wunderbaren Erinnerungen.

Seine Wurzeln hat der Frater in Kahl am Main. Er ist sich bewusst, dass sich bei jedem seiner seltenen Besuche der Kahlgrund etwas mehr gewandelt hat. Konstanten sind für ihn unter anderem die Wallfahrtskirche in Kälberau sowie der von hier gut zu erreichende Ludwigsturm auf dem Hahnenkamm, dem Alzenauer Hausberg. Er nennt ferner die Lourdesgrotte in Hohl, wo die Menschen der ganzen Umgebung im Mai zu Ehren der heilbringenden Gottesmutter ein Fest mit Lichterprozession, Kreuzwegandacht und Hochamt feiern. Schöllkrippen gilt ihm als eine der schönsten Gemeinden im Tal der Kahl. Wenn die Sonne sengt, bietet das Blätterdach im Wiesener Forst Schatten bei Wanderungen rund um die beiden Quellen des Spessartflüsschens, das sein Wasser an den mit 102 Metern über Normalnull tiefsten Punkt Bayerns schafft. Vor der Heimkehr gönnt der Ordensmann sich gerne noch in Kleinkahl bei der „Käslies“ einen Handkäs; ein Klacks Sauerrahm macht diesen besonders. – Gute Empfehlungen?            bs

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