Franken gehört zum „Mythos Bayern”

Ohne Franken geht nichts – auch nicht bei der Bayerischen Landesausstellung 2018. Unter den Stichworten „Wald, Gebirg und Königstraum” versuchen die Ausstellungsmacher, den „Mythos Bayern” zu ergründen.

Des Märchenkönigs Schlösser tragen wesentlich zum Mythos Bayern bei. | Foto: B. Schneider
Des Märchenkönigs Schlösser tragen wesentlich zum Mythos Bayern bei. | Foto: B. Schneider
Wertvolle Gläser aus Franken | Foto: B. Schneider
Wertvolle Gläser aus Franken | Foto: B. Schneider

Dabei spielen freilich die Schlösser des märchenhaften Ludwig II. eine zentrale Rolle. Ebenso die anlässlich des Oktoberfests wiederbelebten Trachten- nicht nur Dirndl und Lederhose. Einen Hauch von Luxus steuern die vermeintlich ärmsten Landstriche bei, die zum Teil erst 1814 dem jungen Königreich einverleibt wurden: edle Produkte aus den hochqualifizierten Glashütten, beispielsweise ein Ochsenkopfhumpen aus dem Fichtelgebirge von 1683 (heute Teil der Kunstsammlungen auf der Veste Coburg) und ein Deckelpokal des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn aus dem Zweigbetrieb Weibersbrunn der Kurmainzischen Spiegelmanufaktur zu Lohr a. Main aus der Zeit um 1720 (heute Dauerleihgabe der Dr.-Gustav-Woehrnitz-Stiftung an das Spessartmuseum).

Die „Mythos”-Ausstellung ist noch bis 04.11.2018 im Kloster Ettal zwischen Garmisch und Oberammergau täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr zu sehen. Eigentlich sollte gleich danach das neu errichtete Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt in Regensburg eröffnet werden. Wegen eines verheerenden Brandes im Juli 2017 verzögert sich die Fertigstellung bis voraussichtlich Mai 2019.

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