Hoimo büßte seine Betrügereien mit dem Leben

Ein gewisser Hoimo (Mo = Mann) wollte besonders schlau sein. Doch weil er den Herrgott in seine Betrügerei hineinziehen wollte, büßte er sein Leben ein. 

Im Buchental zwischen dem Lohrer Stadtteil Sendelbach und der Ortschaft Hausen geht nahe des Buchenhofs von der Staatsstraße 2437 bergwärts ein Forstweg ab. Hier ist eine Wanderroute markiert. Sie führt zu einem Steinkreis und zu einem Hoimo-Stein. Mit Letzterem ist ein Grenzstein gemeint, den ein Hausener Feldgeschworener verrückt haben soll, und zwar zugunsten des Nachbardorfs Steinfeld , weil er dort eingeheiratet hatte. 

Ein Streit soll entbrannt sein. Und der vermeintliche Übeltäter habe die Richtigkeit seiner Angaben beschwören müssen. Man erzählt sich die Sage, dass der Mann sich Steinfelder Erde in seine Stiefel getan und einen Suppenschöpflöffel in seinem Hut versteckt habe. Vor vielen Zeugenhabe er unter Eid an Ort und Stelle ausgesagt: „So wahr der Schöpfer über mir ist, steh‘ ich auf Steinfelder Boden.“ Er soll sofort schwarz angelaufen und tot umgefallen sein. Seither stöhne er immer um Mitternacht: „Hoi, hoi, hoi.“

Der Hoimo wollte besonders schlau sein und forderte gar den Herrgott heraus.

Beim anderen Ziel, dem Steinkreis, fehlt bis heute eine schlüssige Erklärung, wie er entstanden sein könnte. In einem Durchmesser von nicht ganz zehn Metern sind in der Waldabteilung Lindengrund behauene Findlinge aufeinander geschichtet. Die eigenartige Form der Anlage beflügelt die Fantasie mancher „Forscher“.

Mystischer Ort im Steinfelder Forst: der Steinkreis zwischen Hausen und Sendelbach.

| Fotos: B. Schneider

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