Meeresgott Neptun herrscht als „Gabelmoo“ auf dem Grünen Markt in Bamberg

Welchen Grund gibt’s denn, so grimmig zu schauen? Halten sich Übermütige und Unvernünftige nicht an die aktuellen Pandemiebestimmungen? 

Trotz seines strengen Blicks ist der „Gabelmoo“ auf dem Grünen Markt in Bamberg eine der populärsten Persönlichkeiten der oberfränkischen Bischofs- und Universitätsstadt. Die liebevolle Dialektbezeichnung leitet sich ab vom Dreizack, den der heldenhaft wirkende Hüne mit links hält. Und dieser weist ihn eindeutig als Meeresgott Neptun aus, den Bruder des Jupiter und des Pluto. Analog zur Götterwelt der Römer herrscht in der griechischen Mythologie Poseidon über das Wasser. 

Seit 1337 soll sich in der Bamberger Altstadt am Standort des Gabelmanns schon ein Brunnen befinden. Ab 1566 – so ist es verbürgt – ragte Sankt Georg , der Stadtpatron, aus dem Trog auf. Ausgerechnet auf Initiative eines geistlichen Regenten, auf die des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn, wurde 1698 der Drachentöter vom Fischfänger abgelöst. 

Der Bamberger „Gabelmoo”. | Foto: B. Schneider
Der Bamberger „Gabelmoo”. | Foto: B. Schneider

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