Mythen um den Efeu stimmen für gewöhnlich nicht

Beim Gemeinen Efeu ist ein gutes Erntejahr 2021 bereits anzusehen. Zwischen Februar und April bringt er kugelige, schwarzblaue Früchte hervor. Amseln und andere Drosselarten vertilgen sie mit Leidenschaft. Für Menschen sind sie schwach giftig. Die Dosis macht‘s. 2010 kam der Efeu als Arzneipflanze des Jahres zu Ehren. Oft ist er Bestandteil von Hustensaft. Oder es werden daraus Salben gegen Ekzeme und Zellulite hergestellt. Zuweilen dienen seine Wirkstoffe auch als Spül- und Waschmittel. 

Die Mythen um den Efeu stimmen für gewöhnlich nicht. So scharotzt er nicht und würgt die Bäume auch nicht; er nutzt sie nur als Rankhilfe.

Hedera helix – so die botanische Bezeichnung – ist die einzige in Mitteleuropa heimische immergrüne Kletterpflanze. Sie kommt natürlich in Eichen- und Buchenmischwäldern vor, in Auwäldern, an Felsen, an Mauern und in Gebüschen. Efeu ist ein sogenannter Selbstklimmer, der sogar an glatten Betonwänden Halt findet. Er rankt sich bis zu 20 Meter hoch und kann über 500 Jahre alt werden. Nach einem Rückschritt ist er besonders triebsam. Ältere Stöcke können dicke, aufrechte Stämme ausbilden. Die dunkelgrünen Blätter sind drei- bis fünffach gelappt. Grüngelbe Blüten treibt der Efeu im September; sie sind in kleinen Dolden angeordnet und liefern sehr viel Nektar – eine reiche Futterquelle für Insekten.

Der Efeu ist leicht durch Stecklinge zu vermehren. Dazu werden im Spätsommer etwa 10 Zentimeter lange einjährige Triebe entnommen und unten die Blätter entfernt. 

| Foto: B. Schneider

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