NaturSchauGarten: wertvoller Lebensraum bei geringem Pflegeaufwand

Sich aus dem eigenen Garten mit frischen Lebensmitteln zu versorgen, hier Kinder sorglos spielen lassen zu können und selbst zur Ruhe zu kommen, bedeuten hohe Lebensqualität. Diese „grüne Wohnung“ kontinuierlich zu pflegen, schaffen viele Berufstätige sowie Ruheständler aus zeit- und gesundheitlichen Gründen nicht. Flächen zu schottern oder zu betonieren, ist keine gute Lösung. Hingegen dem Vorbild der Natur zu folgen, ermöglicht bei geringem Aufwand wertvollen Lebensraum für Menschen und Tiere. 

Als Lehr- und Anschauungsobjekt für eine überwiegend durch heimische Pflanzen und Materialien geprägte Gartenkultur soll der NaturSchauGarten in Himmelstadt (Lkr. Main-Spessart) zur Nachahmung anregen. Wesentliche Bestandteile der Anlage sind standortgerechte Gehölze, Stauden, Kräuter sowie regionale Baustoffe und -techniken. Da schlängelt sich eine Trockenmauer und aus Pflasterfugen spitzen bunte Blüten. Zwischen Wildstrauchhecke und Streuobstwiese gedeihen Gemüse und Salat – gesäumt von Wildblumen.

Trockenmauer aus regionalen Baumaterialien | Foto: B. Schneider
Trockenmauer aus regionalen Baumaterialien | Foto: B. Schneider
Standortgerechte Bepflanzung des NaturSchauGartens | Foto: B. Schneider
Standortgerechte Bepflanzung des NaturSchauGartens | Foto: B. Schneider

Der Garten entstand in Kooperation zwischen der Gemeinde Himmelstadt und dem Landkreis Main-Spessart. Gefördert wird das Projekt in der Landesarbeitsgemeinschaft Wein, Wald, Wasser durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raum (ELER).

Unmittelbar am Mainradweg befindet sich der NaturSchauGarten. Himmelstadt hat auch eine DB-Haltestelle auf der gegenüberliegenden Mainseite. | Foto: B. Schneider
Unmittelbar am Mainradweg befindet sich der NaturSchauGarten. Himmelstadt hat auch eine DB-Haltestelle auf der gegenüberliegenden Mainseite. | Foto: B. Schneider

Der NaturSchauGarten liegt direkt am linksmainischen Mainradweg zwischen Würzburg und Karlstadt. Wäre an der Mainlände nicht auch – als Reminiszenz an das Weihnachtspostamt des Himmelstadter Christkinds – der 1. Deutsche Philatelistenlehrpfad mit auffälligen Stelen, könnte man das Kleinod hinterm unspektakulären Lattenzaun leicht übersehen. Man darf keine Gartenschaudimensionen erwarten.

Der Zutritt ist jederzeit nicht nur frei, sondern auch kostenfrei. Eine Gebühr von 3,00 €proerwachsenen Besucher wird nur erhoben, wenn man einen Termin wählt, bei dem geschulte Gästeführer Erläuterungen geben. Der nächste ist am Sonntag, 27. Mai 2018, um 14:00 Uhr. So ist beispielsweise zu erfahren, wie unerwünschte Beikräuter durch mehrstufige und ausgewogene Bepflanzung ferngehalten werden können.

Ab zehn Teilnehmern können auch Gruppenführungen gebucht werden. Anfragen an die Touristinformation Zellingen unter 09364 8139908.

Weitere Informationen unter https://www.main-spessart.de/themen/umwelt-natur/naturschaugarten/1795.NaturSchauGarten-Main-Spessart.html.

Vormerken: Tag der offenen Gartentüram 24. Juni 2018.


Unser kulinarischer Tipp:

Wenn Sie den Himmelstadter NuturSchauGarten an einem Freitag aufsuchen, könnte sich ein Abstecher ins benachbarte Zellingen lohnen. An diesem Wochentag verkauft die Fischzucht Schlereth von 10:00 bis 16:00 Uhr ab Hof (An den Riedwiesen – Richtung Billingshausen) ihre selbsterzeugten Spezialitäten. Eine Entdeckung ist das Forellenmatjes nach eigener Rezeptur.

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