Besucherstrom bei der 1250-Jahr-Feier in Neustadt am Main

Wahrscheinlich 769 hat der zurückgetretene zweite Würzburger Bischof Megingaud mit seinen Gefährten in Neustadt am Main ein Benediktinerkloster gegründet, das er unter kaiserlichen Schutz stellte. Die Abtei erlangte Bedeutung im ganzen Frankenreich. Doch im Zuge der Säkularisation wurde sie 1803 aufgelöst; die Mönche mussten den Ort verlassen. Seit 1909 führen jedoch Missionsdominikanerinnen die klösterliche Tradition in Neustadt fort. Jetzt zum 1250. Jubiläum engagierten sich nicht nur die Ordensfrauen, sondern nahezu alle Einwohner. Sie boten ihren Gästen allerbeste Information und Unterhaltung. Bürgermeister Stephan Morgenroth schätzt die Besucherzahl am vergangenen Samstag auf rund 5.000 und für den Sonntag mehr als doppelt so hoch. Nachfolgend einige mit der Kamera eingefangene Schlaglichter:

Die Spessartstraße in Neustadt wandelte sich zur bestens frequentierten Feiermeile. | Foto: B. Schneider
Die Spessartstraße in Neustadt wandelte sich zur bestens frequentierten Feiermeile. | Fotos: B. Schneider
Unter den verschiedenen Thmenführungen, die angeboten wurden, gehörten diejenigen zu den gefragtesten, bei denen man hinter die Mauern des Dominikanerklosters schauen durfte.
Der Neustadter Ortspfarrer soll den legendäre Gertraudenmantel Schwangeren im Hinblick auf eine schwere Geburt noch in den 1920er-Jahren umgelegt haben. Sogar eine österreichische Kaiserin hatte schon auf die wundertätige Kraft der Reliquie vertraut. Jetzt wird sie hinter Glas verwahrt im Lapidarium, dem sehenswerten Museum der Pfarrgemeinde, das Sybille Grübel mit großem Engagement betreut.

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