Kloster Schöntal – reiches Erbe der Zisterzienser an der Jagst

Der fränkische Sprachraum reicht bis weit in den Hohenlohekreis. Warum also nicht mal ein Ausflug ins Jagsttal zum Kloster Schöntal, das sogar Abtei war?! Mitte des 12. Jahrhunderts siedelten hier Mönche aus Maulbronn. Das Gelände stellten die Herren von Berlichingen zur Verfügung. Die Zisterzienser wirkten hier segensreich.

Auf dem Konstanzer Konzil erlangte Schöntal 1418 die Reichsunmittelbarkeit. Im Bauernkrieg wurde die Abtei mehrfach geplündert. Wieder aufwärts ging es unter Abt Theobald II. Fuchs (1611-1626), der neue Abteigebäude errichten ließ. Der Höhepunkt wurde erreicht unter Abt Benedikt Knittel (1683-1732); er holte den Barockbaumeister Leonhard Dientzenhofer, der die kunstvoll ausgestattete Kirche und das palastartige Konventgebäude schuf, dazu im Hof der Mohrenbrunnen. In der Säkularisation 1802 musste die Mönchsgemeinschaft aufgelöst werden.

Seit 1979 betreibt die Diözese Rottenburg-Stuttgart hier ein katholisches Bildungshaus. Klassen können nebenan im Waldschulheim einen Aufenthalt buchen. Für Tagesausflügler bietet sich an, im Café einzukehren, um eine leckere Torte oder hausgemachtes Eis zu genießen. Jetzt verbreiten die zahlreichen Rosenstöcke überall ihren betörenden Duft.

| Fotos: B. Schneider

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