Tierisch gut: Last- Reit- und Zugtiere im Spessart

Das Spessartmuseum in Lohr a. Main ist an beiden Weihnachtsfeiertagen geöffnet ~ auch an Silvester, Neujahr und Dreikönig. Zu sehen ist außer der Dauer- eine tierisch gute neue Sonderausstellung. Zwar gilt für die Gäste weiterhin, dass sie in allen Räumen des Lohrer Schlosses FFP2-Masken tragen und grundsätzlich 2G+ nachweisen müssen. Jedoch wird neuerdings auch ein Schnelltest anerkannt, wenn die Besucher:innen ihn mit dem mitgebrachten Material im Beisein des Kassenpersonals machen.

Im Rittersaal dreht sich jetzt bis 11.September 2022 alles um das Thema „Tierisch gut: Last-, Reit- und Zugtiere im Spessart“. Rinder und Pferde vor Pflug und Leiterwagen gehörten bis in die frühen 1960er-Jahre zum Alltag sowohl in den Dörfern als auch in den Städten – selbst in Aschaffenburg. Karren ziehende Hunde und Ziegen waren da allerdings schon aus dem Straßenbild verschwunden. Ebenso Maultiere und Esel, die auf dem nach Letzteren benannten Eselsweg Güter quer durch das zuweilen gespenstisch wirkende Waldgebiet schleppten. Transporte durch ganz Europa übernahmen schon im Mittelalter die legendären, unerschrockenen Frammersbacher Fuhrleute. Für den Krieg und die Jagd, wie eine auf einem Wandgemälde im Schloss dargestellt ist, züchteten die Grafen von Rieneck und später die Mainzer Fürstbischöfe die robusten „Spessarter“; in der Schlacht wurden sie wie ihre Reiter von einer Rüstung geschützt, insbesondere durch eine Panzerung am Kopf.

Die Perspektive des Kutschers …
Frammersbacher Fuhrleute
Wandgemälde von einer Jagdszene im Lohrer Schloss
Kurfürstenhumpen
Kinderstuhl

Zahlreiche Fotos, Zaum- und Sattelzeug und historisches Spielzeug belegen in der Sonderausstellung die Tradition des vielfältigen Einsatzes der Tiere. Apropos Spielzeug: An einer Mitmachstation können sich Kinder kostenlos ein Holzpferdchen sägen. Offen ist das Museum dienstags bis samstags von 10 bis 16 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr. An Heiligabend (24.12.) ist es ganztags geschlossen, an Silvester (31.12.) ab 13 Uhr.

| Fotos: B. Schneider

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