Hörner gesenkt oder aufgestellt, als gelte es, einem Torero gegenüberzutreten. Welche Laune der Natur kommt besser an?
„Franken stehen auf französische Blonde“ weiterlesenLiebesschlösser am Brückengeländer. Was ist davon zu halten?
Natürlich ist ein solches Vorhängeschloss romantisch, wenn zwei Menschen auf diese Weise zeigen, dass sie zusammengehören. Hätte ich ein Eisenwarengeschäft, würde ich mich auf jeden Fall darüber freuen. Schwer zu knabbern hätte ich daran, wäre ich ein Fisch; schließlich wird der Schlüssel fürs Schloss traditionell im unter der Brücke hindurchfließenden Wasser entsorgt. Und wäre ich ein Bauingenieur, Architekt oder Designer, der die (über-)spannende Konstruktion (mit) entworfen hat, würde ich wahrscheinlich über derlei „Schmuck“ wenig erfreut sein, weil er womöglich das Gesamtbild stört.
Breitet sich – ausgehend von den Schlössern – Rost aus, sodass langfristig Gefahr fürs Bauwerk droht und dessen Sicherheit infrage steht, dann … Das darf nicht sein!
„Liebesschlösser am Brückengeländer. Was ist davon zu halten?“ weiterlesenEinfach paradiesisch an der Grenze zwischen Unter- und Mittelfranken
Sieben Orte zwischen Kitzingen und Uffenheim haben sich vor zwei Jahrzehnten zum Weinparadies Franken zusammengeschlossen. Genuss, Kultur, Natur und eine bemerkenswerte kirchliche Konstellation zeichnen die Region aus.
„Einfach paradiesisch an der Grenze zwischen Unter- und Mittelfranken“ weiterlesenDank für die reiche Ernte im Weinberg und sonst
Erntedanksonntag. In dieser Marienkapelle in der Gambacher Weinlage Kalbenstein nahe Karlstadt am Main dürfen heuer extradicke Kerzen brennen. Schließlich gerieten die Trauben durch den Fleiß der Arbeiter im Weinberg und mit Gottes Hilfe wirklich üppig und gehaltvoll. Nicht umsonst zieren die Wände des durch bunte Glasfenster von warmen Licht erfüllten Kirchleins Figuren – links – des Karl Borromäus, dessen Name „der Tüchtige“ bedeutet, und – rechts – des Schutzpatrons der Winzer, Sankt Urban.
„Dank für die reiche Ernte im Weinberg und sonst“ weiterlesenFrammersbacher Kreuzkapelle war der geistliche Mittelpunkt für die Arbeiter in den „fliegenden“ Glashütten
Für die Glasmacher im Spessart war die Kreuzkapelle oberhalb des Frammersbacher Sauerbergs in Richtung Wiesthal einst der geistliche Mittelpunkt. Sie gilt als das älteste Gotteshaus zwischen Lohr, Lohrhaupten und Aschaffenburg. Ihr Ursprung liegt im 14. Jahrhundert, als die Glasmacher oft nicht an festen Standorten tätig waren, sondern in sogenannten fliegenden Glashütten; in der Regel waren sie zwischen Ostern und Martini im Einsatz.
„Frammersbacher Kreuzkapelle war der geistliche Mittelpunkt für die Arbeiter in den „fliegenden“ Glashütten“ weiterlesenBad Kissinger Wildpark Klaushof besteht bald 50 Jahre
Der Wildpark Klaushof auf der Poppenrother Höhe etwa vier Kilometer nordwestlich von Bad Kissingen existiert seit bald 50 Jahren. 2021 steht das goldene Jubiläum an.
„Bad Kissinger Wildpark Klaushof besteht bald 50 Jahre“ weiterlesenSchuhgeschichte(n) im Knauf-Museum in Iphofen
Besonders Frauen sind beim Thema Schuhe hin und weg. Folglich können Männer reichlich profitieren, wenn sie sich mit der Fußbegleitung intensiv befassen; zumindest lernen sie dabei viel über beiderlei Geschlecht. Schuhgeschichte und Schuhgeschichten präsentiert das Knauf-Museum im unterfränkischen Iphofen (Landkreis Kitzingen) bis einschließlich 8. November 2020.
„Schuhgeschichte(n) im Knauf-Museum in Iphofen“ weiterlesenAm liebsten ausgewogen süß-sauer
In einen rotbackigen Apfel zu beißen, war nur für Adam und Eva eine Sünde – ansonsten ist’s einfach nur gesund
Michelangelo hat’s getan beim Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle. Lucas Cranach der Ältere, ein Franke, rückte ebenso auf einem seiner bekanntesten Gemälde einen Apfel in den Mittelpunkt: Eva reicht Adam die verbotene Frucht; nach ihrem Sündenfall vertreibt Gott die beiden aus dem Paradies. Jetzt gilt es, das Image des Corpus Delicti aufzupolieren – als gesunder und kalorienarmer Vitaminspender. Diese Aufgabe erfüllt als fränkische Apfelkönigin aktuell nicht einfach nur eine hübsche Tochter eines Obstbauern. Mit ihren 25 Jahren ist Marion Gold aus Karlburg bei Karlstadt schon Gärtnermeisterin und seit 2019 gar Betriebsleiterin eines Obst- und Spargelhofs mit fünf Festangestellten und zuweilen zehnmal so vielen Saisonkräften.
„Am liebsten ausgewogen süß-sauer“ weiterlesen300 Jahre Residenz Ellingen
In Ellingen im heutigen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen residierte von 1216 bis 1789 der Landkomtur der Ballei Franken des Deutschen Ordens. Franken war die größte und reichste der 13 Provinzen des anlässlich des dritten Kreuzzugs um 1190 gegründeten Ritterordens. Prunk und Pracht wurden vollends augenscheinlich, als ab 1708 mittelalterliche Gebäude und ein repräsentativer Renaissancebau der heutigen Schlossanlage weichen mussten und die spätgotische Schlosskirche barockisiert wurde.
„300 Jahre Residenz Ellingen“ weiterlesenSchloss Burgpreppach trägt die Handschrift der beiden großen Baumeister des fränkischen Barock
Das Ortsbild von Burgpreppach wird dominiert von einem herrlichen dreiflügeligen Barockschloss . Der Würzburger Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau zu Vollraths ließ es ab 1717 für sein Mündel Johann Philipp Fuchs zu Bimbach anstelle einer um 1525 am Heimbach entstandenen Wasserburg errichten. Dafür engagierte er keinen Geringeren als den Hofbaumeister Joseph Greising. Sowohl dieser als auch sein Auftraggeber verstarben vor der Fertigstellung des Bauwerks. Wohl griff auch der noch bekanntere Nachfolger Greisings ein: Balthasar Neumann. Dieser lieferte die Pläne fürs Treppenhaus. Das Schloss ist innen allerdings nur nach Anmeldung bei der jetzigen Schlossherrin Monica von Deuster Fuchs zu Bimbach (09534 255 | www.schloss-burgpreppach.de) zu besichtigen. Räumlichkeiten können für Feiern und andere Veranstaltungen gemietet werden. 2005 diente die historische Küche als Drehort für den Spielfilm „Räuber Hotzenplotz”.
| Foto: B. Schneider
