Walnüsse des Jahres 2018 kurz vor „Johanni” | Foto: B. Schneider
Schwarze Nüsse werden grün geerntet, und zwar um den Johannitag (24. Juni) herum. Die kandierten Nüsse werden auch „Fränkische Trüffel” genannt.
Grundlage dieser Delikatesse sind unreife Walnüsse. Die Herausforderung ist, die Nüsse möglichst ausgewachsen, aber ohne harte Anteile zu ernten. Dem vorsichtigen Pflücken schließen sich etliche Veredelungsschritte an. Das macht dieses wunderbare i-Tüpfelchen des Geschmacks etwa bei Wild, Käse und Desserts zu keinem billigen Vergnügen. „Um den Johannitag ist Erntezeit für den „Fränkischen Trüffel”“ weiterlesen
Singen kann er. Aufmerksam und konzentriert ist er. Seine Aussagen sind fundiert. Er geht auf andere zu, muntert sie auf. Er hat keine Berührungsängste, ist fröhlich und herzlich. – Gibt es Situationen, in denen dieser Dr. Franz Jung nicht punkten kann?
Am 10. Juni 2018 wurde der 52-Jährige im Kiliansdom in Würzburg zum Bischof geweiht. Gleich am Samstag darauf fing er an, hinaus zu den Gläubigen seines Bistums zu gehen. Beim ersten offiziellen „Außentermin” kam er mit Mädchen und Jungen zusammen, die in kirchlichen Chören den Frieden und Freundschaft stiftenden Glauben an Christus verkünden. In Lohr a. Main eröffnete er den Kinder- und Jugendchortag des Diözesanverbandes Pueri Cantores, feierte mit den über 300 jungen Sängerinnen und Sängern Gottesdienst, aß mit ihnen zu Mittag und war für alle ansprechbar. Die nachfolgenden Bilder sagen mehr als tausend Worte.
Bischof Franz Jung hochkonzentriert beim Einzug in die Lohrer Stadtpfarrkirche | Foto: B. SchneiderMädchen und Jungen singen unter der Leitung von Diözesanchordirektorin Anke Willwohl zur Ehre Gottes. | Foto: B. SchneiderZum Beginn seiner Predigt trägt Bischof Franz Jung ein Lied vor. | Foto: B. SchneiderWer zu jung für den Kommunionempfang ist, den bekreuzigen Dr. Jürgen Vorndran, Diözesanpräses der Pueri Cantores, und Bischof Dr. Franz Jung. | Foto: B. SchneiderFroh gestimmt beim Auszug aus der Lohrer Stadtpfarrkirche | Foto: B. SchneiderBischof Franz Jung steht für ganz viele Selfies zur Verfügung | Foto: B. SchneiderBischof Dr. Franz Jung scheint zum Scherzen aufgelegt, als ihn Lohrs Bürgermeister Dr. Mario Paul und Main-Spessarts stellvertretende Landrätin Sabine Sitter herzlich willkommen heißen. | Foto: B. Schneider
1.000 Jahre Zeil a. Main! Die heute nicht ganz 6.000 Einwohner zählende Stadt gehört zu Bier- wie zu Weinfranken. Hier verläuft die Sprachgrenze; der Fluss wird bald vom Maa zum Mee. Die oberfränkische Färbung Zeils rührt aus der Zeit als Enklave des Hochstifts Bamberg. Bürgermeister und katholischer Stadtpfarrer sollen aus dem Nähkästchen plaudern – am jeweiligen Lieblingsplatz. Unabhängig voneinander nennen sie als Treffpunkt: „Aufm Käppela!“
Pfarrer Michael Erhart und Bürgermeister Thomas Stadelmann zieht es – wie die meisten Zeiler – zu ihrem Käppela hin. | Foto: B. Schneider
Für Kurzentschlossene sind noch Plätze frei für die nächste Genussführung durch die Schneewittchenstadt Lohr. Sie startet am Samstag, 16. Juni 2018, um 18:00 Uhr im Schlosshof. Wer teilnehmen möchte, muss sich allerdings bis tagszuvor angemeldet haben entweder bei der Touristinformation der Stadt Lohr unter der Rufnummer 09352 848-465 oder direkt bei Gästeführer Bernhard Schneider unter der Mobilnummer 0174 5727093. Die Kosten betragen 25,00 € pro Person und sind vor Ort zu zahlen. Auf einem gut zweistündigen Rundgang durch die Altstadt werden an fünf lauschigen Orten Appetithappen mit passenden Getränken serviert.
Gästeführer Bernhard Schneider serviert Lohrer Leckereien. | Foto: Martin Schneider
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühjahr beginnen die Gartenbesitzer zu hacken, jäten, rechen, düngen, sähen und pflanzen. Sowohl Ziersträucher als auch Gemüse und Salat. Anregungen für neue Akzente im „grünen Wohnzimmer“ liefern die zahlreichen Gartenmärkte. In herrschaftlichen Parks nennt man diese Art von Veranstaltung gerne Festival. In Arnstein (Lkr. Main-Spessart) auf dem Gelände entlang der Wern nahe der Wallfahrtskirche Maria Sondheim hat man die Bezeichnung Messe gewählt.
Briefe mit buntem Band und Schleifchen gebündelt. Poesiealbum. – Alles von gestern. Heute werden Nachrichten an Freunde, die noch so genannt werden, aber oft keine sind, im Chatverlauf gespeichert; im besten Fall auf einem externen Datenträger, häufig in der Cloud im Irgendwo. Dass es künftig immer weniger greifbare Erinnerungsstücke geben wird, fürchtet die Volkskundlerin Barbara Grimm, Leiterin des Spessartmuseums im Schloss in Lohr a. Main, und hat deshalb mit ihrem Team eine bemerkenswerte Sonderausstellung konzipiert. Der anrührende Titel: „Ans Herz gewachsen“. „Sonderausstellung im Spessartmuseum: Erinnerungsstücke und ihre ans Herz gehende Geschichte“ weiterlesen
Sich aus dem eigenen Garten mit frischen Lebensmitteln zu versorgen, hier Kinder sorglos spielen lassen zu können und selbst zur Ruhe zu kommen, bedeuten hohe Lebensqualität. Diese „grüne Wohnung“ kontinuierlich zu pflegen, schaffen viele Berufstätige sowie Ruheständler aus zeit- und gesundheitlichen Gründen nicht. Flächen zu schottern oder zu betonieren, ist keine gute Lösung. Hingegen dem Vorbild der Natur zu folgen, ermöglicht bei geringem Aufwand wertvollen Lebensraum für Menschen und Tiere. „NaturSchauGarten: wertvoller Lebensraum bei geringem Pflegeaufwand“ weiterlesen
Germanischer Baumkult, Antisemitismus, Übertragung des göttlichen Willens auf Tiere, … Irritierend, womit unsere christlichen Pilgerstätten zum Teil in Verbindung gebracht werden können.
Der Mai ist der Marienmonat. Die jetzt häufig aufgesuchten Gnadenorte gehen auf vermeintlich mystische Ereignisse zurück. Einige, die sich im Mainviereck zugetragen haben sollen, hat ein Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums Lohr untersucht und interessante Parallelen identifiziert. Der Titel seiner rund 20-seitigen Abhandlung: „Sagenhafter Kirchenbau im Spessart“. „Sagenhafter Kirchenbau im Spessart“ weiterlesen
Niemand beendet eine Führung in der Kirchenburg von Aschfeld (Lkr. Main-Spessart), ohne ein Himbeerbonbon gelutscht zu haben. Sich die rote Süßigkeit aus dem bauchigen Glas im Krämerladen zu nehmen, sei Pflicht. So schärft es Lore Göbel, die Betreuerin des dorfgeschichtlichen Museums, den Gästen ein. Bei den meisten entfaltet sich auf der Zunge ein fruchtiger Geschmack, den die Synapsen im Gehirn zielsicher mit Kindheitserinnerungen verknüpfen. Die Jungen erfahren, was schon ihren Eltern und Großeltern Glücksmomente bescherte. Ein Besuch in den zum Ort hin fensterlosen Häusern, die man als Gaden bezeichnet, und in den darunter in den Muschelkalk gehauenen Kellern gleicht einer kurzweilig moderierten Zeitreise durch die Generationen.
Ein Erlebnis für alle Generationen: die historische Kirchenburg von Aschfeld im Landkreis Main-Spessart. | Foto: B. Schneider
… Frühling allerorten. Die Zeit der saftigen, die Frische der Natur demonstrierenden Kuchen ist angebrochen. Was im Garten als erstes förmlich ins Kraut schießt, ist der Rhabarber. Seine Stangen im Übermaß genossen, sorgen oft für ein pelziges Gefühl im Mund. Aber davon ist bei der nachfolgenden Variante der Zubereitung nichts zu spüren. „Rhabarber in außergewöhnlich verführerischer Art“ weiterlesen