Die „Fastnacht in Franken“ gilt nachweislich einem Millionenpublikum als Inbegriff des närrischen Frohsinns. Die gleichnamige Prunksitzung aus den Veitshöchheimer Mainfrankensälen mauserte sich zur erfolgreichsten Sendung des Bayerischen Fernsehens. 1987 übertrug es Büttenreden und Gardetänze erstmals live. Diese Zeitspanne wirkt wie ein Wimpernschlag im Vergleich dazu, wie lange der organisierte Schabernack im Sinntal nördlich von Gemünden schon getrieben wird. „Die Göikel“ aus Rieneck berufen sich auf ein Ereignis des Jahres 1521 und wollten heuer zur 500. Wiederkehr einen Narrenzug nach historischem Vorbild veranstalten. Das Coronavirus machte die hochfliegenden Pläne zunichte. „Fasenacht“ – so die örtliche Sprechweise – in traditioneller Form ist „fast nicht“ möglich. Trotzdem bereitet es Spaß, das von einer trutzigen Burg bekrönte Städtchen aufzusuchen.
„Fast-nicht-Treiben“ weiterlesenRothenbucher Gemeindemühle schon annähernd 300 Jahre alt
Obwohl die Spessartgemeinde Rothenbuch waldreich wie kaum eine andere ist, geraten Wanderer dort nie auf den Holzweg. Es gibt beispielsweise auf dem Mühlenweg entlang der am Rothenbucher Schloss entspringenden Hafenlohr wahrhaft Interessantes zu erkunden – unter anderem die Untere Mühle, auch Gemeindemühle genannt: Nach der Zahl im Türsturz zu urteilen, müsste sie 1742 erbaut worden sein.
„Rothenbucher Gemeindemühle schon annähernd 300 Jahre alt“ weiterlesenHörnerschall im Waldsassengau
Blechblasinstrumente symbolisieren auf einem Rundweg westlich von Würzburg bedeutende geschichtliche Ereignisse.
Blechbläser müssen gerade pausieren – wegen der Aerosole. Die kleinen Schwebeteilchen würden durch einen kräftigen Luftstoß herumgewirbelt; Viren könnten sich im Wortsinne in Windeseile verbreiten. Dennoch sei in der Zeit der Pandemie, in der Aufenthalt in der Natur nur förderlich sein kann, eine Rundwanderung im sogenannten Waldsassengau westlich von Würzburg empfohlen, die unter dem Motto „Signalhorn – Posthorn – Jagdhorn“ steht. Nirgendwo spielt wirklich jemand die Instrumente. Aber ihr durchdringender Schall klingt einem unterbewusst ständig in den Ohren; auf Infotafeln werden die mit ihnen in Zusammenhang stehenden historischen Ereignisse in der Region erläutert. Die Route führt meist über asphaltierte Wege, ist rund 13 Kilometer lang und kann auf 20 ausgeweitet werden.
„Hörnerschall im Waldsassengau“ weiterlesenMythen um den Efeu stimmen für gewöhnlich nicht
Beim Gemeinen Efeu ist ein gutes Erntejahr 2021 bereits anzusehen. Zwischen Februar und April bringt er kugelige, schwarzblaue Früchte hervor. Amseln und andere Drosselarten vertilgen sie mit Leidenschaft. Für Menschen sind sie schwach giftig. Die Dosis macht‘s. 2010 kam der Efeu als Arzneipflanze des Jahres zu Ehren. Oft ist er Bestandteil von Hustensaft. Oder es werden daraus Salben gegen Ekzeme und Zellulite hergestellt. Zuweilen dienen seine Wirkstoffe auch als Spül- und Waschmittel.
„Mythen um den Efeu stimmen für gewöhnlich nicht“ weiterlesenMünnerstadt glänzt zum Jubiläum auf vielfältige Weise
So ist’s urkundlich verbrieft: Am 28. Dezember 770 schenkten ein gewisser Egli und seine Frau Sigihilt, ein Paar des niederen Adels, um sein Seelenheil zu sichern, dem Kloster Fulda Landbesitz in Münnerstadt. Seit dieser ersten Erwähnung des bald an Größe und Bedeutung wachsenden Ortes zwischen Rhön und Grabfeld spielt hier die katholische Kirche über Jahrhunderte hinweg eine entscheidende Rolle. Die meisten Sehenswürdigkeiten künden davon. Und es gibt weitere glänzende Gründe, einen Geburtstagsbesuch abzustatten.
„Münnerstadt glänzt zum Jubiläum auf vielfältige Weise“ weiterlesenHimmelstadt – nahe dran an göttlichen Gefilden
Christkind – Kirchplatz 3 – 97267 Himmelstadt. An diese Adresse werden in den nächsten Tagen und Wochen nicht nur junge Menschen Bitten richten. Und für gewöhnlich gibt es tatsächlich „wertvolle“ Antwort. Aber eben nicht wahrhaft aus Gottes Schreibstube. Die Himmelstadter geben ohne Ausflüchte zu, der Name sei „ä dobbelde Lüüch“ – allerdings nahe an der Wahrheit.
„Himmelstadt – nahe dran an göttlichen Gefilden“ weiterlesenFranken stehen auf französische Blonde
Hörner gesenkt oder aufgestellt, als gelte es, einem Torero gegenüberzutreten. Welche Laune der Natur kommt besser an?
„Franken stehen auf französische Blonde“ weiterlesenEinfach paradiesisch an der Grenze zwischen Unter- und Mittelfranken
Sieben Orte zwischen Kitzingen und Uffenheim haben sich vor zwei Jahrzehnten zum Weinparadies Franken zusammengeschlossen. Genuss, Kultur, Natur und eine bemerkenswerte kirchliche Konstellation zeichnen die Region aus.
„Einfach paradiesisch an der Grenze zwischen Unter- und Mittelfranken“ weiterlesenDank für die reiche Ernte im Weinberg und sonst
Erntedanksonntag. In dieser Marienkapelle in der Gambacher Weinlage Kalbenstein nahe Karlstadt am Main dürfen heuer extradicke Kerzen brennen. Schließlich gerieten die Trauben durch den Fleiß der Arbeiter im Weinberg und mit Gottes Hilfe wirklich üppig und gehaltvoll. Nicht umsonst zieren die Wände des durch bunte Glasfenster von warmen Licht erfüllten Kirchleins Figuren – links – des Karl Borromäus, dessen Name „der Tüchtige“ bedeutet, und – rechts – des Schutzpatrons der Winzer, Sankt Urban.
„Dank für die reiche Ernte im Weinberg und sonst“ weiterlesenBad Kissinger Wildpark Klaushof besteht bald 50 Jahre
Der Wildpark Klaushof auf der Poppenrother Höhe etwa vier Kilometer nordwestlich von Bad Kissingen existiert seit bald 50 Jahren. 2021 steht das goldene Jubiläum an.
„Bad Kissinger Wildpark Klaushof besteht bald 50 Jahre“ weiterlesen