Bayerische Landesausstellung zeigt typisch Fränkisches

„Typisch Franken?” – So der Titel der bayerischen Landesausstellung bis 6. November 2022 in Ansbach, dem Regierungssitz von Mittelfranken.

Täglich (auch montags!) von 9 bis 18 Uhr ist die Franken-Schau in der Orangerie und der evangelisch-lutherischen Stadtpfarrkirche Sankt Gumbertus zugänglich; in letzterer sind Besichtigungen natürlich nicht zu Gottesdienstzeiten möglich. Hier ist kein Eintritt zu bezahlen. Davon sind in der Orangerie auch Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schüler im Klassenverband und Studenten bis 30 Jahre befreit, während Erwachsene 12 Euro aufbringen müssen. Moderne Präsentationstechnik kostet eben ihren Preis.

Sämtliche Exponate werden hinter dicken Scheiben „versteckt“. Sie richtig zu „erleben“, ist dadurch eingeschränkt.

Den Ausstellungsmachern aus dem Haus der Bayerischen Geschichte gelang eine pfiffige Auswahl. Sie fiel sowohl auf materiell gewichtige und kunstvoll gearbeitete Stücke als auch auf welche von großer Symbolkraft und hohem Erinnerungswert, zum Beispiel auf die Bismarck-Waage aus dem Bad Kissinger Kurbetrieb und ein Fußballschuh von Weltmeister Max Morlock vom 1. FCN .

Eingefleischte Franken erfahren freilich kaum Neues. So ist besonders den Zugereisten und Urlaubsgästen ein Besuch zu empfehlen. Ein umfassender Blick auf fast alles, was Land und Leute auszeichnet!

Über Details lässt sich trefflich streiten: Warum findet der Müller-Thurgau Erwähnung und der Silvaner nicht? Warum wird der Spessart auf die Räuber reduziert und kein Wort über die prächtigen Eichen und die begehrten Spiegel und Gläser verloren? Warum wird allein der Raum Nürnberg als Wirtschaftsstandort dargestellt und nicht ebenso die Industriestadt Schweinfurt ? …

|  Fotos: B. Schneider

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