Am liebsten ausgewogen süß-sauer

Die fränkische Apfelkönigin Marion Gold bei Ihrer Krönung 2019 in Elsenfeld. | Foto: Fränkische Obstbauern e. V.

In einen rotbackigen Apfel zu beißen, war nur für Adam und Eva eine Sünde – ansonsten ist’s einfach nur gesund

Michelangelo hat’s getan beim Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle. Lucas Cranach der Ältere, ein Franke, rückte ebenso auf einem seiner bekanntesten Gemälde einen Apfel in den Mittelpunkt: Eva reicht Adam die verbotene Frucht; nach ihrem Sündenfall vertreibt Gott die beiden aus dem Paradies. Jetzt gilt es, das Image des Corpus Delicti aufzupolieren – als gesunder und kalorienarmer Vitaminspender. Diese Aufgabe erfüllt als fränkische Apfelkönigin aktuell nicht einfach nur eine hübsche Tochter eines Obstbauern. Mit ihren 25 Jahren ist Marion Gold aus Karlburg bei Karlstadt schon Gärtnermeisterin und seit 2019 gar Betriebsleiterin eines Obst- und Spargelhofs mit fünf Festangestellten und zuweilen zehnmal so vielen Saisonkräften.

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Spiel und Sport plus Kunst und Kirche

Erholung und Ferienspaß im und am größten Stausee Unterfrankens

Sommer während der Coronakrise: Wegen des Abstandsgebots ist die Besucherzahl in den Freibädern eingeschränkt, und vielerorts wird nur Einlass mit online gebuchten Eintrittskarten gewährt. Hingegen freier Zugang zu Unterfrankens größtem künstlichem und dennoch naturbelassenem Gewässer, dem Ellertshäuser See im sogenannten Schweinfurter OberLand. Die (kreis-)grenzüberschreitende Vermarktungsallianz wartet mit einer Fülle von Freizeitangeboten auf – Spiel und Sport ebenso wie Kunst und Kirche. Ganz neu ist beispielsweise ein Besinnungspfad rund um die katholische Kirche von Altenmünster, wo der selige Liborius Wagner fünf Jahre lang als Pfarrer wirkte.

Um die Kirche Mariä Himmelfahrt in Altenmünster führt der neue Liborius-Wagner-Besinnungspfad. Pfarrer Dr. Eugen Daigeler gibt den Besuchern Impulse anhand des Beispiels des Seligen.
Um die Kirche Mariä Himmelfahrt in Altenmünster führt der neue Liborius-Wagner-Besinnungspfad. Pfarrer Dr. Eugen Daigeler gibt den Besuchern Impulse anhand des Beispiels des Seligen.
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Fingerhüte stehen Spalier zwischen Hafenlohr und Karlshöhe

Roter Fingerhut gedeiht in diesem Sommer außerordentlich üppig in den heimischen Wäldern. Beispielsweise im Spessart vom Hafenlohrtal aus südöstlicher Richtung über den Wachengrund auf die Karlshöhe führt der Wanderweg an Lichtungen vorbei, auf denen Fingerhüte wie gesät mit leuchtenden Blüten Spalier stehen.

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Marktheidenfeld – Brücke zwischen Wein und Reben

Marktheidenfeld - Brücke zwischen Wein und Reben. | Foto: B. Schneider

Wie ein großer See wirkt der Main bei Marktheidenfeld. Vor dem denkmalgeschützt es Ensemble des Mainkais liegen die Kähne (fränkisch: Schelche) im ruhigen Wasser und erinnern an eine weit zurückreichende Tradition: Als Fischer, Schiffer oder Sandschöpfer verdienten sich viele „Hädefelder“ ihren Unterhalt. Hochwassermarken am Ende der Fahrgasse zeugen davon, dass das Leben am Fluss nicht nur Idylle war und ist. 

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Fix wie der Amtsbote

Am 1. Juli 1920 wurde aus Königsberg in Franken Königsberg in Bayern. | Foto: B. Schneider

Vor 100 Jahren wurde Königsberg bayerisch. Bis dahin gab es einen Kurierdienst nach Coburg – heute eine herrliche Wanderstrecke durch würzburgisch geprägtes Gebiet.

Ehemaliges Coburger Landeswappen im Hof der dortigen Veste. | Foto: B. Schneider
Ehemaliges Coburger Landeswappen im Hof der dortigen Veste. | Foto: B. Schneider

Dass ein Teil Unterfrankens bis vor 100 Jahren zu den sächsischen Herzogtümern gehörte, wird denjenigen bewusst, die sich auf den Amtsbotenweg von Königsberg nach Coburg begeben. Stramme Wanderer schaffen die rund 50 Kilometer an einem Tag. Sich an der frischen Luft zu bewegen, ist das Einzige, das seit Beginn der Corona-Pandemie stets empfohlen wird. 

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Blumenumrankter Literaturbalkon als magischer Ort des Frankenweins

Literaturbalkon auf dem Würzburger Stein. | Foto: B. Schneider

As allen Ritzen drängen jetzt blühende Wildblumen ans Licht. Die Wurzeln entwickeln eine solche Kraft, dass sie zuweilen Mauern sprengen – unter anderem zum Leidwesen der Weinbergsbesitzer in der bekannten Qualitätslage „Würzburger Stein“. Aufwendig müssen sie die aus Bruchsteinen gepuzzelten, kistorischen Wengertmauern mühsam instand halten.

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