Gewürze und Kräuter in Franken

Kräuterbauer Marcus Link aus Mönchberg bei Klingenberg. | Foto: B. Schneider

„Unter unserem Himmel” im Bayerischen Fernsehen

Die aus Sommerach stammende Regisseurin Hiltrud Reiter ist stolz auf Schönheit und Genüsse ihrer fränkischen Heimat. Das zeigt sie einmal mehr am Sonntag, 2. Juni 2019, um 19:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen in der Reihe „Unter unserem Himmel“. Auch wenn Schnuppern und Schmecken bei diesem Medium außen vor sind, macht sie wahrhaft Appetit auf „Kräuter und Gewürze in Franken“. Dafür glitt Kameramann Tino Müller mit der Linse über Felder und Wiesen, tauchte ein ins Blütenmeer und guckte in Pfannen und Töpfe.

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50 Jahre Wallfahrtswerk Mariabuchen

Zuweilen wird gelästert, der Priester wäre glücklich, wenn so viele Menschen in seine Gottesdienste kämen wie in die Konzerte seines Kantors. Beim einen wie beim anderen Anlass sind hingegen die Bankreihen dicht besetzt in der Wallfahrtskirche Mariabuchen zwischen Steinfeld und Steinbach bei Lohr am Main. Gebet und Musik locken zahlreiche Anhänger Mariens ins Buchental. Die sind, wie man heute sagt, hervorragend vernetzt. Ehe manche Mannschaften der Fußballbundesliga begannen, ihre treuesten Zuschauer in Fanclubs zu scharen und sie mit besonderen Benefits an sich zu binden, hatten die Förderer von Mariabuchen dieses Modell längst umgesetzt unter der Bezeichnung Wallfahrtswerk. Eine bayernweit einmalige 50-jährige Erfolgsgeschichte!

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Hoher Lernfaktor bei niedrigen Türstöcken

Fränkisches Freilandmuseum Fladungen vermittelt viel nützliches Wissen

Aufgemerkt! Der „Lehrstoff“ im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen hilft, sein Leben nachhaltig auszurichten. Nicht nur diejenigen in „Erziehungs- und Ernährungsmanagement“ sowie in Industrie und Handwerk entdecken in und um die gleichermaßen originalen wie originellen Hofstellen und Gemeindebauten aus dem 17. bis 20. Jahrhundert Nützliches für ihren Alltag. Verbunden mit einer schmerzhaften Erfahrung merkt man sich Manches vielleicht besser, aber hochgewachsene Besucher mögen landessprachlich gewarnt sein: „Da muss mer sich frei bück weche de niedriche Dürstöck in derre alde Häuser. Aufgemerkt!“

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Von Flandern nach Franken: Die Grafen von Loon und Rieneck

Spuren aus 1000 Jahren

War’s Liebe? Oder hatte ein gewisser Arnold von Loon (im heutigen Belgien) ganz einfach machtpolitische Überlegungen angestellt, als er Anfang des 12. Jahrhunderts die namentlich nicht bekannte Tochter des Grafen Gerhard von Rieneck, Stadtherr in Lohr und Burgvogt am Hof des Fürstbischofs von Mainz, ehelichte?

Arnold gewann Land nicht mit dem Schwert, sondern indem er in ein bedeutendes fränkisches Adelsgeschlecht einheiratete. Dessen Macht, Einfluss und Besitz vor allem im Spessart und Tauberfranken wuchsen in den folgenden Jahrhunderten kräftig weiter. Eine Vielzahl von Städten und Gemeinden tragen die Farben Loons beziehungsweise Rienecks im Wappen.

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1250 Jahre Kloster Neustadt: Gertraudenwallfahrt, Führungen, Vorträge, …

In Erinnerung an das vermeintliche Gründungsjahr des von Karl dem Großen persönlich geförderten Klosters hat die Gemeinde Neustadt a. Main ein umfangreiches Festprogramm aufgelegt (Details unter 1250-jahre-neustadt.de). Der Höhepunkt der Feierlichkeiten ist am ersten Juli-Wochenende. Jetzt am 4. Mai findet unter dem Motto „umhüllt.geborgen.gesegnet“ eine Sternwallfahrt aus der ganzen Diözese zu Ehren der heiligen Gertrud (bzw. Gertraud) statt.

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Nach Kirchenrenovierung in Rengersbrunn festlicher Start ins Wallfahrtsjahr

Frisch renovierte Wallfahrtskirche von Rengersbrunn. Das Gotteshaus wurde 1777 errichtet. | Foto: B. Schneider

Die Wallfahrtskirche „Mariä Geburt” in Rengersbrunn (Lkr. Main-Spessart) ist in den zurückliegenden acht Monaten außen aufwendig saniert worden. Rund 400.000 € mussten investiert werden. Den Abschluss der Arbeiten feiern die Gläubigen am 1. Mai mit einem von Dr. Jürgen Lenssen, dem ehemaligen Kunstreferenten der Diözese Würzburg, zelebrierten Hochamt um 10:30 Uhr und eröffnen zugleich das Wallfahrtsjahr 2019. Ein Stehempfang mit Unterhaltung durch die Blaskapelle Wohnrod schließt sich an.

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Nachhaltige Natur und Kultur im Steigerwald: Wald- und Weinbau in Ebrach und Handthal

Pflatzhirsch Leopold im Rot- und Rehwildgehege am Baumwipfelpfad Steigerwald. | Foto: B. Schneider

Das stattliche Geweih signalisiert: Hier bin ich der Chef – und zwar im Rot- und Rehwildgehege am Baumwipfelpfad Steigerwald auf dem Radstein bei Ebrach. Genüsslich kann Platzhirsch Leopold mit der Zunge schnalzen, denn er ist immer der Erste am Trog, wenn die Besucher das zuvor erworbene Futter eine Rutsche herunterrieseln lassen.


Höhepunkt der Freizeitanlage nahe der B 22 oberhalb des durch sein ehemaliges Zisterzienserkloster bekannten und anerkannten Erholungsorts ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Aussichtsturm, der sich um eine Buche auf 42 Meter hinaufwindet. Der gesamte Baumwipfelpfad erstreckt sich am Naturschutzgebiet Spitzenberg über fast 1,2 Kilometer – errichtet beziehungsweise fertig gestellt im März 2016. In den Schlagzeilen ist er aktuell nicht nur wegen den zahlreichen Sonderaktionen zum dreijährigen Bestehen, sondern auch wegen eines Schädlingsbefalls. Der Spaltblättling, ein Holz zerstörender Pilz, ist an den Stützen und Querstreben festgestellt worden.

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Wann kommt der Osterhase und welche Eier bringt er?

Die „Fehlpressung“ eines fränkischen Hühnereis. | Foto: B. Schneider

Ehrlich: Das ist ein Hühnerei! Es schaut zwar aus wie ein grob behauener Stein, aber es ist ein zerbrechliches Etwas – mit ganz normalem gelbem Dotter darin.

Gelegt hat dieses Ei eine Henne in einem Dorf auf der Fränkischen Platte. Ziemlich geplagt hat sie sich dabei. So geht es ihr öfter. Denn das ist nicht das erste von ihr produzierte, leicht zerknittert wirkende Gebilde – und es ist wahrscheinlich auch nicht das letzte.

Als prächtiges Osterei scheidet es jedenfalls aus. Eine solche Fehlpressung kommt uns nicht ins Nest.

Haben Sie Ihre Eier schon gefärbt oder gar kunstvoll bepinselt? Für welchen Termin treffen Sie Vorbereitungen? Die ewige Streitfrage in Franken: Wann kommt der Osterhase? In der Osternacht oder – wie vor allem in vielen Landgemeinden – schon am Abend zum Gründonnerstag, damit die Kinder mithilfe der hart gekochten Hühnereier ohne Hungergefühl über die wurst- und fleischfreien Kartage kommen. Schokoladeneier und -hasen müssen sie sich für nach der Fastenzeit aufheben; eine echte Prüfung …

Geänderter Prozessionsweg am Karfreitag in Lohr

Die Kreuzigung mit dem Blutstrom aus den fünf Wunden Jesu ist das zentrale Bild der Lohrer Karfreitagsprozession. | Foto: B. Schneider

Am Rand der Altstadt von Lohr a. Main werden auf dem Areal der ehemaligen Brauerei ein Einkaufsmarkt sowie Seniorenwohnungen und ein sogenanntes Boardinghouse (Hotelzimmer für Dauergäste) errichtet. Wegen der Großbaustelle kann der innerstädtische Verkehrsring nicht durchgängig befahren werden. Wer von auswärts am Karfreitag bei der um 10:30 Uhr beginnenden Prozession dabei sein möchte, tut gut daran, einen Zeitpuffer einzuplanen, um sich zu orientieren.

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